Ölpreise legen nach US-Lagerdaten weiter zu

Die Ölpreise sind am Mittwoch ins Plus gedreht und haben an die Gewinne der Vortage angeknüpft. Ein überraschender Rückgang der US-Ölreserven stützte laut Händlern die Preise.
17.08.2016 17:20
Die Öllager in den USA nehmen ab - der Preis steigt.
Die Öllager in den USA nehmen ab - der Preis steigt.
Bild: Bloomberg

Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 49,62 US-Dollar. Das waren 39 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September stieg um 13 Cent auf 46,71 Dollar.

Der entscheidende Impuls für den Handel am Ölmarkt kam am Nachmittag mit der Veröffentlichung neuer Daten zu den US-Ölreserven. In den USA waren die Lagerbestände an Rohöl laut offiziellen Regierungsdaten in der Woche zuvor um 2,5 Millionen auf 521,1 Millionen Barrel gesunken. Experten hatten hingegen einen weiteren Anstieg der Reserven erwartet. Ein Rückgang der Lagerbestände kann ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage oder ein geringeres Angebot sein.

Steigerung der Ölproduktion in den USA

Allerdings hatte die US-Regierung zeitgleich für die vergangene Woche auch einen Anstieg der amerikanischen Ölproduktion um 1,8 Prozent auf 8,60 Millionen Barrel gemeldet. Offenbar wurde aber am Markt der Rückgang der Reserven stärker bewertet als der Anstieg der Fördermenge.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist zuletzt gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 45,03 US-Dollar je Barrel betragen habe. Das waren 1,11 Dollar mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells.

(AWP)