Online-Broker - Swissquote schlägt beim Gewinn die Erwartungen

Der Online-Broker Swissquote hat im vergangenen Jahr wieder mehr Gewinn erzielt. Die Zahl der Konten stieg um 30 Prozent.
03.03.2017 08:06
Das Hauptquartier von Swissquote in Gland, Kanton Waadt.
Das Hauptquartier von Swissquote in Gland, Kanton Waadt.
Bild: iNg

Der Online-Broker Swissquote hat im vergangenen Jahr wieder mehr Gewinn erzielt. Der Reingewinn lag bei 20,8 Mio CHF. Im Vorjahr war dieser um 90% auf 2,1 Mio gefallen, weil der Online-Broker eine hohe Rückstellung vornehmen musste, um die Minussaldi der Kunden abzudecken, die durch die Aufgabe der Untergrenze zum Euro entstanden waren. Der Vorsteuergewinn ging 2016 um 5,4% auf 23,2 Mio CHF zurück.

Mit dem Reingewinn hat Swissquote die Erwartungen klar erfüllt. ZKB hatten einen Betrag von 20,6 Mio und Baader Helvea einen solchen von 19,1 Mio geschätzt.

Den Betriebsertrag wird für 2016 mit 150,2 Mio beziffert nach 151,6 Mio CHF, wie Swissquote am Freitag mitteilte. Im November war bereits ein Ertrag von 150 Mio CHF in Aussicht gestellt worden. Die Vorsteuergewinn-Marge lag bei 15,4% nach 16,7% in 2015. Versprochen hatte Swissquote einen Wert von "rund 15%".

Beim Nettoneugeld verzeichnete das Institut einen Zufluss von 6,1 Mrd CHF, verglichen mit 1,2 Mrd im Vorjahr. Damit wurden die Erwartungen deutlich übertroffen. Baader Helvea war von 1,0 Mrd ausgegangen. Diese Entwicklung sei teilweise dem im Mai erfolgten Transfer der Postfinance-Kunden zuzuschreiben, heisst es von Swissquote.

Die gesamten Depotvermögen beliefen sich per Ende Jahr auf 17,86 Mrd nach 11,99 Mrd CHF. Die Zahl der Konten stieg um 31% auf 302'775, wobei die Handelskonten um 38%, die Sparkonten um 1,1% und die eForex-Konten um 23% zulegten.

Die Aktionäre sollen wieder eine Ausschüttung von 0,60 CHF pro Aktie erhalten - davon 0,47 CHF als Rückzahlung von Kapitalanlagereserven und 0,13 CHF als Dividende.

Bis 2020 will Swissquote ehrgeizige Wachstumsziele realisieren. Die Zahl der Kundenkonten im Kommissionsgeschäft soll um 100'000 erhöht werden und das Depotvermögen im ePrivate Banking organisch und mit Partnern auf über 1 Mrd CHF ansteigen. Letzteres war 2016 erstmals auf über 100 Mio CHF gestiegen.

(AWP)