OnlineshopsSwitch nimmt im August 4500 betrügerische Webshops vom Netz

Immer mehr Internet-Betrüger haben es zunehmend auf die Schnäppchen-Jäger in Netz abgesehen. Switch hat deshalb 2017 schon über 5000 betrügerische Webshops mit einer .ch-Endung gelöscht.
28.08.2017 12:34
Computersicherheit ist zum grossen Thema geworden.
Computersicherheit ist zum grossen Thema geworden.
Bild: pixabay.com

Die Stiftung Switch warnt Konsumentinnen und Konsumenten vor zu viel Blauäugigkeit im Netz. Switch verwaltet die Internet-Domain ".ch" seit 2003 im Auftrag des Bundes. In Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden des Bundes habe Switch 4’500 betrügerische .ch-Webshops vom Netz nehmen können, schrieb die Stiftung am Montag in einer Mitteilung. 2016 waren es insgesamt nur rund 700 gewesen.

Wenn im Internet Markenartikel zu sensationell günstigen Preisen angeboten würden, sei Vorsicht geboten. Bei einem verlockenden Angebot für Markenschuhe für 49 Franken statt für 149 Franken müssen potenzielle Käuferinnen und Käufer genau hinsehen.

Denn sonst besteht die Gefahr, dass sie kriminellen Organisationen ihr Geld sowie ihre Kreditkarteninformationen, E-Mail- und Postadressen weitergeben. Dafür erhalten die "Kunden" der Betrüger entweder minderwertige oder gar keine Ware. Das vermeintliche Schnäppchen erweist sich als Schnäppchen für die Betrüger im Netz.

Damit die Konsumierenden in der Warenwelt des Internets zwischen Schein und Sein unterscheiden können, hat Switch Tipps veröffentlicht.

So erkennen Sie seriöse Shops

Seriöse Webshops seien durch sichere Internet-Verbindungen gesichert, leicht erkennbar an der https-Adresse statt an der ungeschützten http-Adresse, lautet einer davon.

Schweizer Webshops müssen ein Impressum haben, das über die Anbieter Auskunft gibt. Dieses muss Namen und Kontaktadresse enthalten. Fehlt das Impressum, sei dies ein klarer Hinweis auf Betrüger. Scheint die Kontaktadresse unglaubwürdig zu sein, kann man diese bei www.nic.ch überprüfen. Doch könne eine Adresse auch erfunden sein, warnt Switch.

Ein weiterer Tipp ist, sich vor zu grossen Rabattversprechen zu hüten. Ganz allgemein solle man überlegen, ob die Website glaubwürdig erscheine. Ferner raten die Switch-Experten, sich im Bekanntenkreis umzuhören. Das Fazit lautet: Besser auf ein Schnäppchen verzichten, als selbst in eine Falle von Internetbetrügern tappen.

Switch betonte in der Mitteilung, die Endung .ch " sei die "sicherste Domain-Endung Europas". Dies sei möglich dank der seit Jahren konsequenten Bekämpfung von Phishing und Malware durch ihre Sicherheitsexperten und dem energischen Vorgehen gegen betrügerische Webshops.

(SDA)