Pfund Sterling fällt auf 31-Jahres-Tief

Am Devisenmarkt ist die Brexit-Angst zurückgekehrt.
04.10.2016 09:33
Das britische Pfund verzeichnet wieder einen Schwächeanfall.
Das britische Pfund verzeichnet wieder einen Schwächeanfall.
Bild: Pixabay

Die Ankündigung der britischen Premierministerin Theresa May, Großbritannien werde bis spätestens Ende März den Antrag zum Austritt aus der Europäischen Union (EU) stellen, brachte das Pfund Sterling unter Druck. Das Pfund fällt am Dienstag auf den tiefsten Stand seit Juni 1985. Es verliert 0,6 Prozent auf 1,2763 Dollar. Gegenüber dem Franken liegt das Pfund bei 1,2491.

Am 23. Juni hatten die Briten in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit dafür gestimmt, aus der EU auszutreten. Das hatte zu einem Kurssturz beim Pfund geführt.

Unter Börsianer schürten Mays Pläne die Ängste vor einem "harten" Brexit. "Für Unsicherheit unter Investoren sorgt vor allem das feste Bekenntnis der britischen Regierung, bei den Austrittsverhandlungen auf eine Beschränkung der Zuwanderung zu bestehen", schrieben die Experten der Commerzbank in einem Kurzkommentar. Dies werde kaum ohne wirtschaftlichen Folgen bleiben und damit einen Einfluss darauf haben, wie attraktiv Anlagen in das Pfund Sterling künftig seien.

"Solange sich in dieser Frage keine gütliche Einigung abzeichnet, bleibt das Pfund unter Druck." 

(Reuters/cash)