Pharma - Novartis-Aktie profitiert deutlich von Zahlen

Der Pharmakonzern Novartis hat nach einem guten Jahresstart seine Gewinnprognose angehoben. Analysten äussern sich anerkennend zum Resultat, während die Aktie um über 2 Prozent steigt und den SMI auf Rekordstand zieht.
24.04.2019 09:56
Ein Forschungsgebäude von Novartis in Basel.
Ein Forschungsgebäude von Novartis in Basel.
Bild: Bloomberg

Für 2019 erwartet das nach der Abspaltung der Augenheilsparte Alcon nun rein auf Arzneimittel ausgerichtete Unternehmen eine Steigerung des operativen Kernergebnisses um einen hohen einstelligen Prozentsatz.

Zuvor war Novartis von einer Steigerung im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Die Umsatzprognose bekräftigte der Konzern am Mittwoch und rechnet weiterhin mit einem Plus um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag. Die Vorgaben gelten unter Ausschluss von Wechselkurseffekten. Die Aktie steht derzeit um 2,35 Prozent höher und zieht den SMI massgeblich auf 9675 Punkte. Der Schweizer Leitindex war nicht so hoch wie heute.

Im ersten Quartal wuchs der Umsatz währungsbereinigt um sieben Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 18 Prozent auf 3,25 Milliarden Dollar. Novartis schnitt damit etwas besser als von Analysten erwartet ab. Der Betriebsgewinn sank um 5 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. Der Reingewinn fiel ebenfalls um 5 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar.

Novartis hatte sich Anfang April mit einem Börsengang aus dem Geschäft verabschiedet. Der Alcon-Umsatz lag mit 1,78 Milliarden US-Dollar auf Vorjahresniveau.

Medizinforschung mit starkem Umsatzbeitrag

Den grössten Umsatz-Beitrag lieferte aber wie üblich die Pharmasparte Innovative Medicines. Sie steigerte ihre Erlöse im ersten Quartal um 5 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar. Die Sparte habe von einer anhaltend guten Nachfrage nach den Medikamenten Cosentyx und Entresto profitiert.

"Auf der Topline läuft Cosentyx in allen drei Indikationen und in allen Regionen ausgesprochen gut und konnte die hohen Erwartungen mit einem Umsatz von 791 Millionen Dollar (+41 Prozent) erfüllen", schreibt die Zürcher Kantonalbank in einem Kommentar. Entresto unterstreiche mit einem Umsatz von 357 Millionen Dollar (+85 Prozent) den Blockbusterstatus. Auch der Umsatz der weltweit ersten Zelltherapie Kymriah mit 45 Millionen Dollar im ersten Quartal beginne an Dynamik zu gewinnen, schreibt die ZKB. 

Obwohl Investitionen in Produkteinführungen und negative Währungseinflüssen den Umsatz belasten hätten, übertreffe Novartis die Konsenserwartungen auf Basis einer starken, innovativen Medizinsparte, schreibt die Bank Vontobel. Die Analysten der Zürcher Bank erwarten wetiere Impulse durch zusätzliche Daten zu Zolgensma im Mai. Zolgensma ist Teil der Forschungen für ein Mittel gegen Muskelschwund. 

Generika-Sparte Sandoz mit Gegenwind

Die Generika-Sparte Sandoz hat in den ersten drei Monaten 2,3 Milliarden umgesetzt. Das sind 8 Prozent weniger als im ersten Quartal 2018. Hier habe sich der Preisdruck auf dem amerikanischen Markt weiter negativ bemerkbar gemacht, hiess es dazu in der Mitteilung. Die US-Bank Morgan Stanley schreibt allerdings, dass der Druck vor allem jenen Teil des Generika-Portefeuilles betreffe, das im Laufe des Jahres an Aurobindo veräussert werde.  

Für Sandoz wird Richard Saynor zum neuen Chef berufen. Er tritt sein am Amt spätestens zum 1. August 2019 an. Saynor kommt vom Konkurrenten GSK. Er verfüge über mehr als 20 Jahre Führungserfahrung weltweit sowohl im Bereich Generika als auch bei etablierten Arzneimittelmarken, schrieb Novartis.

(Reuters/SDA/cash)

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