Pharma - Roche-CEO zuversichtlich für Brustkrebs-Medikament

Roche-CEO Severin Schwan bleibt optimistisch für das Medikament Perjeta.
11.06.2017 17:03
Severin Schwan, CEO von Roche.
Severin Schwan, CEO von Roche.
Bild: cash

"Wir sind davon überzeugt, dass Perjeta auch bei Brustkrebs im Frühstadium, wo eine Heilung möglich ist, eine wichtige Rolle spielen wird", sagte er gegenüber der "Sonntagszeitung". Das Risiko, einen Rückfall zu erleiden, werde durch dieses Mittel um fast 20% reduziert, bei Patientinnen mit hohem Rückfallrisiko sogar um mehr. "Diese Sicht wird von vielen führenden Experten im Bereich Brustkrebs geteilt", so der Roche-Chef weiter.

Das Pharmaunternehmen war in den letzten Tagen wegen Perjeta unter Druck geraten. Unter anderem plant die amerikanische Anwaltskanzlei Goldberg Law PC, eine Sammelklage einreichen. Die als Aktionärsschützer auftretende Kanzlei wirft dem Basler Konzern vor, er habe im März zu optimistische Angaben zu einer Studie mit dem Wirkstoff gemacht. Am 5. Juni publizierte Roche dann am US-Krebskongresses ASCO Details zur Studie, welche für grosse Enttäuschung unter Analysten und Investoren sorgten und einen Kurseinbruch des Genussscheins von über 5% zur Folge hatte.

Auch abgesehen davon sieht Schwan Roche derzeit gut aufgestellt: "Unser Geschäft entwickelt sich gut", meinte er im Interview weiter. Und: "Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere Ziele auch im laufenden Jahr erreichen werden."

(AWP)