Pharma- und Bankentitel geben dem SMI eine Vitaminspritze

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag nach einem verhaltenen Start Fahrt aufgenommen und fester tendiert.
28.07.2016 10:17
Der SMI nimmt dank Pharma und Banken Fahrt auf.
Der SMI nimmt dank Pharma und Banken Fahrt auf.
Bild: Bloomberg

Negative Vorgaben aus Asien fänden angesichts guter Firmenergebnisse keine stärkere Beachtung, sagten Händler. "Die Stimmung ist gut. Die Ergebnisse fallen meist besser als erwartet aus und Alternativen zu Aktien sind weiterhin dünn gesät", sagte ein Händler.

Zudem habe die US-Notenbank Fed wie erwartet die Zinsschraube nicht angezogen. Die Fed hatte sich am Abend gegen eine Zinserhöhung entschieden, die Tür dafür aber weiter offengehalten. Der SMI notierte um 0,3 Prozent höher mit 8247 Punkten und kämpfte damit weiter mit dem charttechnischen Widerstand um 8250 Punkten. Am Vortag war der Leitindex um 0,1 Prozent gesunken.

CS im Fokus

Im Fokus der Anleger stand Credit Suisse : Die Grossbank hat im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 170 Millionen Franken überraschend gut abgeschnitten und sich zuversichtlich über die weiteren Aussichten geäussert. Die Aktie legte zwei Prozent zu. "Die Anleger reagieren erleichtert, dass die CS den Markt nicht wie befürchtet negativ überrascht hat", sagte ein Händler.

Mit Spannung warteten nun die Anleger auf die Zahlen von Rivale UBS, der sich am Freitag in die Bücher blicken lässt. Die Aktie der Nummer eins unter den hiesigen Banken stieg um 0,3 Prozent. Die Papiere von EFG International, die nach dem Zwischenbericht am Mittwoch ein Viertel an Wert gewonnen hatten, schwächten sich nach Gewinnmitnahmen um vier Prozent ab.

Logitech hebt ab, Clariant verliert

Gefragt waren die Aktien von Logitech mit plus 7,8 Prozent. Der Computer-Zubehörhersteller schnitt nicht nur besser als im Vorjahr ab. Die Firma hob zudem die Prognose an. Dagegen büssten die Papiere von Clariant nach der Vorlage der Halbjahreszahlen 2,8 Prozent ein. Der Chemiekonzern hat wegen höherer Restrukturierungskosten einen Gewinnrückgang auf 128 von 143 Millionen Franken verbucht.

Neben Credit Suisse erwiesen sich die schwergewichtigen Pharmatitel Novartis und Roche mit Kursanstiegen von einem halben Prozent als Stützen des Marktes. Der Lebensmittelwert Nestle, ein weiteres Schwerstgewicht, wurde dagegen um 0,2 Prozent tiefer bewertet.

Die Anteile der meisten zyklischen Firmen gewannen an Wert. Adecco, ABB, Geberit, Richemont und Swatch stiegen gegen ein Prozent. Am breiten Markt rückten die Papiere von Bobst um 2,2 Prozent vor. Der Verpackungsmaschinenhersteller erhöht nach einem guten Semester die Jahresumsatzprognose.

(Reuters)