Pharma - Vifor-Aktie steigt nach positive Studiendaten in Joint Venture

Vifor Pharma punktet am Dienstag mit positiven Studienergebnissen.
26.11.2019 10:58
In einem Labor von Vifor Pharma in Genf.
In einem Labor von Vifor Pharma in Genf.
Bild: ZVG

So habe das Gemeinschaftsunternehmen Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma (VFMCRP) zusammen mit dem Partner ChemoCentryx die gesteckten Ziele in der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie Advocate erreicht, teilte Vifor am Dienstag mit.

Dabei wurde der Produktkandidat Avacopan zur Behandlung von Patienten eingesetzt, die an ANCA-Vaskulitis (AAV) leiden. In dem Programm wurde Avacopan mit der Standardtherapie mit Glukokortikoiden in der Behandlung dieser Entzündungen der Blutgefässwände verglichen.

ANCA-Vaskulitis beschreibt eine Gruppe von systemischen Autoimmunerkrankungen, bei der es zu Entzündungen und auch der Zerstörung kleiner Blutgefässe kommt. Dies führt zu Organschäden und -versagen. Am meisten davon betroffen sind die Nieren, aber auch Lunge, Nerven, Darm, Ohr, Nase und Rachen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Krankheit kann tödlich sein, wenn sie nicht behandelt wird.

An der Studie nahmen 331 Patienten teil. Zu den wichtigsten Zielen gehörte den Angaben zufolge ein nachweisbarer Krankheitsrückgang nach 26 und 52 Wochen. Gemessen wurde dies mit einem speziellen Verfahren (Birmingham Vasculitis Activity Score; BVAS).

Nicht-Unterlegenheit ein grosses Plus

Wie die Daten zeigen, hatten 72,3 Prozent der Patienten, die mit Avacopan behandelt wurden, nach 26 Wochen einen BVAS von Null. Bei Patienten, die mit der Standardtherapie behandelt wurden, lag der Anteil bei 70,1 Prozent. Nach 52 Wochen standen 65,7 Prozent der Avacopan-Patienten 54,9 Prozent der Standardtherapie-Patienten gegenüber.

Damit wurde laut Mitteilung eine Überlegenheit beziehungsweise die Nicht-Unterlegenheit gegenüber der Glukokortikoid-Standardtherapie von Avacopan unter Beweis gestellt.

Entsprechend freundlich fallen denn auch die Analystenkommentare aus. Durch die Bank werden die Daten positiv gewertet. Unterschiede gibt es lediglich bei den Projektionen für den Spitzenumsatz. Während Experte Bruno Bulic von Baader Helvea mit Spitzenumsätzen von bis zu 490 Millionen Franken im Jahr 2025 ausgeht, liegen die Annahmen etwa vom Commerzbank-Experten Daniel Wendorff mit 200 Millionen Franken im Jahr 2026 klar darunter.

An der Börse werden die Daten ebenfalls gut aufgenommen, wie das Kursplus der Vifor-Aktien zeigt. Mit +3,8 Prozent sind sie der mit Abstand grösste Gewinner unter den Blue Chips. Der Gesamtmarkt (SPI) notiert 0,18 Prozent höher.

(AWP)

 

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