Pharma - Vifor-Studie zu Eisenüberladung erfolgreich beendet

Das Pharmaunternehmen Vifor hat die Phase-I-Studie mit seinem Molekül VIT-2763, einem oralen Ferroportin-Inhibitor zur Vorbeugung einer Eisenüberladung, erfolgreich beendet.
07.01.2019 08:00
Vifor-Pharma-Labor in Freiburg.
Vifor-Pharma-Labor in Freiburg.
Bild: ZVG

Der Inhibitor zeigte bei allen Probanden eine gute Verträglichkeit mit geringen bis moderaten Nebenwirkungen, die sich als vorübergehend und selbstlimitierend erwiesen, teilte Vifor am Montag mit.

Aufgrund dieser positiven Phase-I-Resultate beabsichtigt das Unternehmen, im zweiten Halbjahr des neuen Jahres mit einer Proof-of-Concept-Studie der Phase II zu beginnen. Dabei werde es sich um eine randomisierte und kontrollierte multinationale Phase-II-Studie an Patienten mit Beta-Thalassämie und dokumentierter Eisenüberladung handeln. Beta-Thalassämie ist eine vererbte seltene Blutkrankheit, bei der die Produktion von funktionellem Hämoglobin in den roten Blutkörperchen verringert ist.

Das Molekül VIT-2763 ist für die tägliche orale Verabreichung gedacht. Ferroportin ist ein Eisentransporter und spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung der Eisenaufnahme und -verteilung im Körper und damit bei der Kontrolle des Eisengehalts im Blut. Auf der molekularen Ebene bindet VIT-2763 an Ferroportin und verhindert dadurch laut Vifor die Freisetzung von zu viel Eisen ins Blut.

(AWP)