Pharma - Vifor-VR-Präsident: «Werden bis mindestens 2025 jährlich wachsen»

Das Management des Pharmakonzerns Vifor gibt sich sehr zuversichtlich. Das betont Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod in einem Zeitungsinterview.
04.08.2018 11:57
Verpackungsanlage bei Vifor Pharma in Genf.
Verpackungsanlage bei Vifor Pharma in Genf.
Bild: ZVG

"Wir haben ausgezeichnete Produkte, einmaliges Wissen und einmalige Kontakte in der Nephrologie, im Eisenmarkt und im kardiorenalen Bereich", sagte VR-Präsident Etienne Jornod im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (online, Print-Ausgabe vom 4.8.).

Er sei deshalb überzeugt, dass Vifor Pharma bis mindestens 2025 jedes Jahr wachsen werde. "Wir sind 22 Jahre lang dank des selben Unternehmergeistes gewachsen. Wir können das weiter schaffen. Wir arbeiten derzeit an einem Plan, wie wir den Umsatz nach 2020 weiter steigern können."

Die Medikamente Ferinject und Veltassa sollen u.a. für das Wachstum verantwortlich sein. "Sowohl bei Ferinject als auch bei Veltassa rechnen wir damit, dass Vifor Pharma allein einst je 1 Mrd. Fr. Umsatz erzielen wird. Das ist nur eine Frage der Zeit", so Jornod.

Vifor Pharma ist seit rund 16 Monaten ein reines Pharma-Unternehmen - im April 2017 waren Vifor und der Gesundheitsdienstleister Galenica bekanntlich getrennte Wege gegangen. Mit der Performance von Vifor seither ist Jornod "sehr zufrieden". Mit dem Geld durch den Verkauf von Galenica Santé am Markt habe man Relypsa kaufen können, die mit Veltassa ein rasch wachsendes Produkt und gleichzeitig eine eigene US-Vertriebsorganisation gebracht habe. "2017 haben wir alle Ziele erreicht. 2018 sind wir ebenfalls auf Kurs. Alles läuft wie geplant", so Jornod, der u.a. auch VR-Präsident bei der NZZ ist.

Vifor habe heute eine einmalige Expertise in der Bearbeitung junger Gesundheitsmärkte, sagte er weiter. Auch verfüge man dank des Partners Fresenius Medical Care über einen ausgezeichneten Marktzugang im Bereich der Dialyse. "Wir können unsere Produkte den Patienten direkt über die Kliniken von Fresenius Medical Care verabreichen. Darauf bin ich stolz", so Jornod im Interview.

(AWP)