Pharmabranche - Vifor schliesst Vertrag für Vermarktung von Nierenmittel ab

Das Pharmaunternehmen Vifor spannt mit der US-Firma Travere Therapeutics zusammen.
16.09.2021 06:03
Verpackungsanlage bei Vifor Pharma in Genf.
Verpackungsanlage bei Vifor Pharma in Genf.
Bild: ZVG

Beide Unternehmen hätten eine Lizenzvereinbarung für die Vermarktung des Mittels Sparsentan in Europe, Australien und Neuseeland abgeschlossen, teilte Travere am Mittwochabend in einem Communiqué mit. Sparsentan ist ein Produktekandidat für die Behandlung der seltenen Nierenerkrankungen fokale segmentale Glomerulosklerose (FSGS) und IgA-Nephropathie (IgAN). Das Mittel befinde sich in der klinischen Phase-III-Studie und habe in den USA und Europa den Orphan Drug Designation-Status für die Behandlung der beiden Nierenleiden erhalten.

Im Rahmen der Lizenzvereinbarung erhält Vifor Pharma die exklusiven Vermarktungsrechte für Sparsentan in Europa, Australien und Neuseeland. Travere bekommt eine Vorauszahlung von 55 Millionen Dollar und hat Anspruch auf Zahlungen von bis zu 135 Millionen Dollar, die an das Erreichen bestimmter Meilensteine bei der Zulassung und beim Marktzugang geknüpft sind, wie es weiter hiess.

Beide Firmen würden prüfen, einen gemeinsamen Zulassungsantrag in Europa im nächsten Jahr einzureichen. Wenn Sparsentan zugelassen werde, sei Vifor für alle Vermarktungsaktivitäten in den zugelassenen Gebieten verantwortlich, hiess es weiter. Travere bleibe für die klinische Entwicklung von Sparsentan verantwortlich und behalte alle Rechte an dem Mittel in den USA und im Rest der Welt.

(AWP)