Pharmaindustrie setzt auf Standort Schweiz

Für einmal gute Nachrichten: Der Standort Schweiz ist (und bleibt) wichtig für die Pharma-Industrie.
07.07.2016 12:26
«I Love»-Tram vor dem Hauptsitz von Novartis in Basel: Die Pharma-Industrie liebt den Standort Schweiz.
«I Love»-Tram vor dem Hauptsitz von Novartis in Basel: Die Pharma-Industrie liebt den Standort Schweiz.
Bild: Bloomberg

Wie wichtig zeigt ein Blick auf die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E): Von den insgesamt 90 Mrd CHF, die die Mitglieder des Branchenverbandes Interpharma im vergangenen Jahr in F&E investierten, flossen 7 Mrd in die Schweiz, wie am Donnerstag aus der jüngsten Jahresstatistik des Verbandes hervorgeht.

Genau genommen gaben die Interpharma-Mitglieder Actelion, Novartis, Roche, Gilead, Merck und Vifor Pharma in der Schweiz 6,9 Mrd CHF für F&E aus. Dies entspricht 34,6% ihrer weltweiten F&E-Ausgaben. Zum Vergleich: 2014 seien es noch mehr als 500 Mio CHF weniger gewesen.

Wichtiger Forschungsstandort

In den USA investierten die Unternehmen knapp 9,3 Mrd CHF in F&E. "Die hohen Investitionen in die pharmazeutische Forschung und Entwicklung in der Schweiz und in den USA unterstreichen die Wichtigkeit dieser beiden Forschungsstandorte", heisst es im Jahrbuch des Verbandes.

Die Investitionen in F&E sind laut Interpharma damit doppelt so hoch wie die Umsätze die die Firmen hierzulande erzielen. Um auch weiterhin als Standort attraktiv zu sein, wären passende Rahmenbedingungen essentiell.

Auch mit Blick auf die Exporte sei die Pharmaindustrie eine wichtige Stütze für die Schweizer Wirtschaft. Im vergangenen Jahr wurden Pharmaprodukte im Wert von über mehr als 70 Mrd CHF exportiert. Das sei in etwa ein Drittel der Gesamtexporte gewesen. 1990 habe der Wert der Pharmaexporte noch bei rund 8 Mrd CHF gelegen; die Branche habe das Wirtschaftswachstum in der Schweiz also massgeblich beeinflusst.

(AWP)