Pharmaindustrie - Weiter Weg bis zum Milliardenumsatz für Novartis-Blutkrebstherapie

Die Blutkrebs-Zelltherapie Kymriah von Novartis hat noch einen längeren Weg bis zum Kassenschlager vor sich. CEO Vasant Narasimhan hoffe, dass der Jahresumsatz von einer Milliarde in fünf Jahren erreicht sei.
05.12.2019 17:58
Vasant Narasimhan, CEO Novartis.
Vasant Narasimhan, CEO Novartis.
Bild: Bloomberg

Die Blutkrebs-Zelltherapie Kymriah des Schweizer Pharmakonzerns Novartis hat noch einen längeren Weg bis zum Kassenschlager vor sich. Novartis-Chef Vasant Narasimhan sagte am Donnerstag, er hoffe, dass die Behandlung innerhalb von fünf Jahren auf einen Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar komme.

Die Kapazitätsengpässe bei der Herstellung von Zelltherapien sollten mit den neuen Produktionsstätten in Europa adressiert sein, erklärte Narasimhan auf einer Investorenveranstaltung zur Forschungs- und Entwicklungspipeline des Unternehmens in London.

Nächstes Werk in Frankreich

Der Arzneimittelhersteller hatte vergangene Woche eine neues Werk für Gen- und Zelltherapien in der Schweiz eröffnet und baut ein Werk in Frankreich aus. Bislang wurden die den Patienten entnommenen Blutzellen für die Kymriah-Therapie in den USA aufbereitet.

Kymriah ist eine sogenannte CAR-T-Therapie. Bei dieser Behandlung mit genetisch veränderten Abwehrzellen entnehmen Ärzte dem Patienten T-Zellen des Immunsystems, modifizieren sie mit dem Ziel, dass sie die Krebszellen als feindlich erkennen und injizieren sie zurück.

Bis 2022 sollen mehr als 80 Zulassungsanträge

Novartis-Forschungschef James Bradner sagte, dass zehn Prozent der Forschungs- und Entwicklungspipeline von Novartis Zell- und Gentherapien seien. Der Konzern hat nach eigenen Angaben mehr als 25 potenziellen Blockbuster-Arzneien - Therapien mit einem Jahresumsatz von mindestens einer Milliarde Dollar - in der Entwicklung. Bis 2022 sollen mehr als 80 Zulassungsanträge für bedeutende Medikamente in den wichtigen Märkten USA, Europa, Japan und China gestellt werden.

Mit der Gentherapie Zolgensma, die einen Listenpreis von 2,1 Millionen Dollar pro Einmaldosis hat, verfügt Novartis gegenwärtig über die teuerste Arznei der Welt. 

(Reuters)

 

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