Pharmakonzern mit ErgebnisRoche erhöht die Dividende erneut

Der Roche-Zahlenstrauss 2016 hat blühende und welke Blumen. Zwar steigt die Dividende, aber Umsatz, Betriebsgewinn und der Ausblick liegen leicht unter den Markterwartungen. Der Genussschein steigt leicht.
01.02.2017 09:09
Am Roche-Hauptsitz in Basel.
Am Roche-Hauptsitz in Basel.
Bild: Bloomberg

Der Pharmariese hebt nach einem kräftigen Gewinnplus im vergangenen Jahr die Dividende an. Die Aktionäre sollen 8,20 Franken je Genussschein und Inhaberaktie erhalten und damit 0,10 Franken mehr als im Jahr davor, wie Roche am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich standen 9,73 Milliarden Franken Reingewinn, ein Plus von sieben Prozent. Es ist die 30. Dividendenerhöhung in Folge.

Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 50,58 Milliarden Franken. Der operative Kerngewinn nahm ebenfalls um fünf Prozent auf 18,42 Milliarden Franken zu. Wachstumstreiber war einmal mehr die starke Nachfrage nach den Krebsmedikamenten des Weltmarktführers in diesem Therapiegebiet.

Der Genussschein von Roche steigt am Mittwoch im frühen Handel an der SIX um 0,3 Prozent.

Die gewichtige Pharma-Sparte steuerte mit 39,10 Milliarden Franken (+5 Prozent; +3 Prozent zu kWk) erneut den Löwenanteil zum Gruppenumsatz bei. Damit schnitt die Sparte im Rahmen des AWP-Konsens ab. Getragen sei das Wachstum durch Perjeta, Herceptin und Actemra/RoActemra. Die tieferen Umsätze bei Pegasys, Tarceva und Lucentis hätten sich dagegen negativ auf das Wachstum ausgewirkt. Die Diagnostika-Sparte konnte ihren Umsatz um 6 Prozent auf 11,47 Milliarden Franken (+7 Prozent zu kWk) steigern.

Etwas weniger optimistisch

"Wir haben alle unsere finanziellen Ziele erreicht und wichtige Fortschritte in unserer Produkte-Pipeline erzielt", wird CEO Severin Schwan in der Mitteilung zitiert. Auch im laufenden Jahr 2017 erwarte Roche wieder wichtige Studienresultate und Zulassungen für Medikamente. "Dies zeigt, dass unsere Pipeline stark und innovativ ist," so Schwan weiter.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Roche die eigene Guidance erreicht. Die Analysten-Erwartungen wurden dagegen nicht ganz erfüllt. Von AWP befragte Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Gruppen-Umsatz von 50,8 Milliarden Franken und einen Core EBIT von 18,5 Milliarden prognostiziert.

Im laufenden Jahr will Roche die Verkaufserlöse um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbetrag steigern. Der bereinigte Gewinn je Titel soll 2017 in etwa wie der Umsatz anziehen. Roche ist damit weniger optimistischer als im Vorjahr. Die Vorgaben gelten unter Ausschluss von Wechselkursschwankungen. Die Aktionäre sollen erneut eine höhere Dividende erhalten

Der Genussschein von Roche leidet wie viele andere Pharma-Aktien unter dem derzeit schwierigen Umfeld für die Branche. Sein Wert ist innert Jahresfrist um 11,5 Prozent gesunken. Im Vergleich zum 1. Januar 2016 beträgt der Rückgang 15,3 Prozent. 

(Reuters/AWP/cash)