Pharmakonzern - Roche schlägt die Umsatzerwartungen

Der Pharmakonzern Roche hat zwischen Januar und März mehr Umsatz erwirtschaftet als von Analysten erwartet wurde. Die Dividende soll weiter erhöht werden.
27.04.2017 07:07
Der Genussschein von Roche hat im laufenden Jahr knapp 10 Prozent dazugewonnen.
Der Genussschein von Roche hat im laufenden Jahr knapp 10 Prozent dazugewonnen.
Bild: Bloomberg

Der Pharmakonzern Roche ist solide in das laufende Geschäftsjahr 2017 gestartet. Für die ersten drei Monate weist das Unternehmen ein Umsatzplus von 4% aus. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) betrug das Wachstum ebenfalls 4%. Über die Gewinnentwicklung informiert Roche erst wieder im Rahmen der Halbjahreszahlen. Für den weiteren Jahresverlauf bestätigt Roche seinen bisherigen Ausblick.

Den Umsatz beziffert Roche auf 12,94 Mrd CHF. Davon entfielen 10,18 Mrd (+4%; +3% zu kWk) auf die grösste Sparte Pharma. Hierzu trug laut Medienmitteilung vom Donnerstag vor allem der sehr gute Start des Immun-Therapeutikums Tecentriq bei sowie weiterhin steigende Umsätze mit dem Krebsmittel Perjeta. Dagegen seien die Umsätze mit dem Grippemittel Tamiflu wegen des steigenden Konkurrenzdrucks durch Generika rückläufig gewesen.

Für das Diagnostics-Geschäft weist Roche Erlöse in Höhe von 2,77 Mrd CHF aus, was einem Plus von 6% (+6% zu kWk) gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Alle Prognosen übertroffen

Mit den vorgelegten Zahlen hat Roche die eigene Guidance erreicht, wonach der Umsatz zu konstanten Wechselkursen im tiefen bis mittleren einstelligen Prozentbereich ansteigen soll. Die durchschnittlichen Analysten-Schätzungen hat der Konzern bei allen Kennzahlen übertroffen. Die Experten hatten auf Gruppenebene einen Umsatz in Höhe von 12,64 Mrd CHF prognostiziert.

Auch für die beiden Sparten lagen ihre Schätzungen mit 9,89 Mrd für Pharma und 2,74 Mrd für den Diagnostics-Bereich leicht unter den ausgewiesenen Zahlen.

"Besonders erfreulich war die Zulassung von Ocrevus zur Behandlung der multiplen Sklerose (MS) in den USA Ende März", wird CEO Severin Schwan in der Mitteilung zitiert. Ocrevus eröffne als das erste und einzige von der FDA zugelassene Medikament für die Behandlung der schubförmigen und der primär progredienten MS eine neue Ära für die Therapie dieser schwerwiegenden Erkrankung, so der Manager weiter.

Für das Gesamtjahr bestätigt Roche seine bisherige Prognose, wonach der Umsatz zu konstanten Wechselkursen im tiefen bis mittleren einstelligen Prozentbereich ansteigen soll. Beim Kerngewinn je Titel wird zu konstanten Wechselkursen ein Zuwachs angestrebt, der weitgehend dem Verkaufswachstum entspricht. Roche bleibt zudem bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken weiter zu erhöhen.

(AWP)