Pharmakonzern - US-Gesundheitsbehörde erteilt grünes Licht für Roche-Medi

Der Pharmakonzern Roche hat einen wichtigen Punktsieg erzielt. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Mittel Ocrevus zur Behandlung von Multipler Sklerose (MS) die Zulassung erteilt.
29.03.2017 06:34
Hauptsitz von Roche in Basel.
Hauptsitz von Roche in Basel.
Bild: Bloomberg

Das teilte die Roche-Tochter Genentech in der Nacht auf Mittwoch mit. Nachdem die Prüfungsfrist Ende Dezember noch verlängert worden war, hatten sich Roche selbst sowie Analysten zuletzt aber sehr zuversichtlich gezeigt, dass die US-Behörde ein positives Urteil fällen werde.

Das Besondere an den Mittel ist, dass es zur Behandlung beider Formen der MS, also der schubförmig-remittierenden Multiple Sklerose (RRMS, relapsing-remitting multiple sclerosis) und der primär progredienten Form von multipler Sklerose (PPMS) die Zulassung erhalten hat.

In der Indikation PPM hatte die US-Gesundheitsbehörde bereits im Februar 2016 den Status Therapiedurchbruch erteilt. Ocrevus ist das erste Mittel gegen PPMS, das diesen Status erhalten hatte. Laut Roche gibt es bislang kein zugelassenes Medikament gegen diese schwere Form von MS. PPMS ist durch einen kontinuierlich fortschreitenden Verlauf ohne akute Schübe oder Zeiten mit nachlassenden Symptomen (Remissionen) gekennzeichnet.

Analysten setzen grosse Hoffnungen in das Mittel. So hatte etwa Analyst Tim Race von der Deutschen Bank erst vor wenigen Tagen in einer aktuellen Studie einen Ausblick auf die mögliche Zulassung gegeben. Darin betont der Experte, dass Ocrevus damit zum einzigen zugelassenen Medikament würde, das in dieser Indikation eingesetzt werden könne.

(AWP)