Pharmaunternehmen - Cosmo erleidet Rückschlag mit Uceris

Das Pharmaunternehmen Cosmo hat im Patent-Streit um das Medikament Uceris einen Rückschlag erlitten, will den Entscheid aber anfechten.
01.11.2017 08:21
Blick in ein Pharmalabor.
Blick in ein Pharmalabor.
Bild: ZVG

Das Pharmaunternehmen Cosmo meldet sich am Mittwoch mit zwei unterschiedlichen Themen zu Wort. Wie es in einer ersten Mitteilung heisst, hat Cosmo im Patent-Streit um das Medikament Uceris einen Rückschlag erlitten. So hat das US-Bezirksgericht von Delaware entschieden, dass es sich bei Actavis' Produkt im verkürzten Zulassungsverfahren für die generische Version von Valeant's Uceris nicht um eine Patentverletzung handelt.

Man sei überzeigt, eine gute Grundlage für eine Berufung zu haben und werde die Patentrechte an Uceris auch weiterhin nachdrücklich verteidigen, wird der Cosmo-CEO Alessandro Della Chà in der Mitteilung zitiert.

Zur Erinnerung: Die Auseinandersetzung um das Patent reicht bis Februar 2015 zurück, als Cosmo angekündigt hatte, Klage gegen den Generika-Hersteller Actavis in den USA einzureichen. In der Klage ging es um die Verletzung von sechs Patenten durch von der FDA zugelassenen Medikamenten mit therapeutischen Äquivalenzauswertungen zu Uceris.

In einer zweiten Meldung teilt Cosmo an diesem Mittwochmorgen mit, dass der Partner Dr. Falk Pharma die Zulassung von Rifafalk in Deutschland als Referenzmitgliedstaat für ein dezentrales Verfahren beantragt hat. "Die Marketing-Genehmigung sollte, wenn sie erteilt wird, gleichzeitig für Grossbritannien, Spanien, Österreich, Schweden, Norwegen, Portugal, Polen, Finnland, Ungarn, Griechenland, Dänemark und Bulgarien freigegeben werden", heisst es in der Mitteilung. Die Dauer des Zulassungsprozesses wird auf etwa 10 Monate geschätzt.

(AWP)