Pharmaunternehmen - Santhera macht in Grossbritannien einen Schritt vorwärts

Das Pharmaunternehmen Santhera hat von der britischen Arzneimittelbehörde MHRA eine erste positive Bewertung für sein Mittel Raxone erhalten.
22.06.2017 08:19
Ampullen in einem Pharma-Labor.
Ampullen in einem Pharma-Labor.
Bild: Bloomberg

MHRA (Medicines and Healthcare products Regulatory Agency) hat eine erste positive Bewertung für sein Mittel Raxone zur Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie erhalten. Diese wissenschaftliche Einschätzung habe im Rahmen des Programms Early Access to Medicines Scheme (EAMS) stattgefunden, teilt Santhera am Donnerstag mit.

Die Behörde hatte das Mittel im vergangenen Dezember in das Programm aufgenommen. Mit diesem Programm sollen Patienten in Grossbritannien mit lebensbedrohlichen oder zu schwerer Beeinträchtigung führenden Erkrankungen, für die es keine oder keine zufriedenstellenden Behandlungsoptionen gibt, den Zugang zu noch nicht zugelassenen Arzneimitteln erhalten.

Die nun abgegebene Beurteilung betrifft den Einsatz von Raxone bei Patienten mit DMD und abnehmender Atmungsfunktion ohne Glukokortikoid-Begleittherapie.

Mit dem MHRA-Entscheid kann Raxone, dessen Marktzulassung für DMD gegenwärtig durch die Europäische Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency, EMA) geprüft wird, laut aktueller Mitteilung DMD-Patienten verschrieben werden, sofern sie bestimmte Einschlusskriterien erfüllen.

(AWP)