PMI für den Februar - «Glückssträhne» für die Industrie in der Euro-Zone

Die Stimmung in den Industrieunternehmen des Euro-Raums wird immer besser. Im Februar erreichte sie den höchsten Stand seit fast sechs Jahren.
03.04.2017 10:50
Die Nachfrage nach Industriegüter in der Euro-Zone boomt, zum Teil kommts schon zu Lieferengpässen.
Die Nachfrage nach Industriegüter in der Euro-Zone boomt, zum Teil kommts schon zu Lieferengpässen.
Bild: Pixabay

Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg um 0,8 Punkte auf 56,2 Zähler, wie das Institut IHS Markit am Montag nach einer zweiten Umfragerunde mitteilte. Damit wurde der Wert der ersten Fragerunde bestätigt. Es ist der höchste Stand der Kennzahl seit April 2011.

In Deutschland, Frankreich und Italien stiegen die Indikatoren weiter und teils deutlich an. Nur in Spanien ging die Kennzahl etwas zurück. Alle Indizes rangieren klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Analysten weisen allerdings zunehmend darauf hin, dass die guten Umfragewerte bisher nicht durch entsprechend solide "harte" Daten, etwa zur Produktion, gedeckt werden.

Chris Williamson, Chefökonom von Markit, sprach von einer "Glückssträhne" für die Industrie. Kehrseite der Medaille seien zunehmende Lieferschwierigkeiten und steigende Preise. Die Lieferanten hätten mit der "rasanten" Nachfrage zu kämpfen. "Diese Verzögerungen sind ein Warnsignal für steigenden Inflationsdruck, denn gut ausgelastete Lieferanten erhöhen gerne ihre Preise."

(AWP)