Preise in China steigen überraschend kräftig

Die Inflation in China zieht an. Die Konsumentenpreise stiegen im November binnen Jahresfrist überraschend kräftig um 2,3 Prozent.
09.12.2016 04:40
Waren in China werden teurer: Waffel in einem Supermarkt in Peking.
Waren in China werden teurer: Waffel in einem Supermarkt in Peking.
Bild: cash

Das ist der höchste Wert seit April und vor allem auf teurere Lebensmittel zurückzuführen. Experten hatten mit einem Anstieg von 2,2 Prozent nach 2,1 Prozent im Oktober gerechnet. Die Erzeugerpreise in der Industrie kletterten sogar um 3,3 Prozent und damit so stark wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Experten hatten auch hier ein Plus von 2,2 Prozent erwartet. Dies dürfte die Gewinne der Unternehmen stärken und ihnen mehr Mittel zum Abbau ihres hohen Schuldenbergs geben.

China macht seit einiger Zeit eine Abkühlung der jahrelang boomenden Konjunktur zu schaffen. Zuletzt gab allerdings es vermehrt Signale, dass sich die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt stabilisiert. Steigende Staatsausgaben und der boomende Immobilienmarkt hatten für eine höhere Nachfrage nach Roh- und Baustoffen gesorgt.

Dies führte im dritten Quartal zum einem Wirtschaftswachstum von 6,7 Prozent. Gestützt wird dies auch durch die Konjunkturhilfen der Regierung. Experten verwiesen darauf, dass dies vor allem an steigenden Preise und weniger an strukturellen Verbesserungen liege. Die Regierung strebt für 2016 ein Wachstum von 6,5 bis 7,0 Prozent an.

(Reuters)