Preise steigen - Inflationsrate in Eurozone erstmals seit 2013 wieder bei zwei Prozent

Die Inflationsrate im Euroraum hat erstmals seit Januar 2013 wieder eine zwei vor dem Komma. Im Februar sind die Konsumentenpreise um 2,0 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen.
16.03.2017 11:01
Fahnen vor der EU-Verwaltung in Brüssel.
Fahnen vor der EU-Verwaltung in Brüssel.
Bild: Bloomberg

Das teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mit. Die Statistiker bestätigten damit wie erwartet eine erste Erhebung. Im Januar hatte die Rate noch bei 1,8 Prozent gelegen.

Deutlich teurer als vor einem Jahr war Energie, nachdem diese wichtige Komponente die allgemeine Preisentwicklung lange gedämpft hatte. Die Energiepreise legten im Februar um 9,3 Prozent im Jahresvergleich zu. Die Kerninflationsrate, die schwankungsanfällige Lebensmittel und Energiepreise ausschliesst, verharrte wie erwartet bei 0,9 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zuletzt die Fortsetzung ihrer Geldflut auch mit der niedrigen Kerninflationsrate begründet.

Die Notenbank strebt für den Euroraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Das Ziel ist also zunächst erreicht. Bislang macht die Notenbank aber keine Anstalten, wegen des etwas stärkeren Preisauftriebs eine Straffung ihrer Geldpolitik zu signalisieren.

(AWP)