Private Banking - Bank Vontobel auf der Suche nach Kaufgelegenheiten

Die Bank Vontobel ist weiterhin auf der Suche nach Akquisitionen für ihr Private-Banking-Geschäft. Im Visier sei dabei vor allem der Schweizer Heimmarkt.
13.04.2017 16:20
Ist bereit, bis zu 500 Millionen Franken für Akquisitionen auszugeben: Vontobel-CEO Zeno Staub.
Ist bereit, bis zu 500 Millionen Franken für Akquisitionen auszugeben: Vontobel-CEO Zeno Staub.
Bild: ZVG

Das sagte Vontobel-CEO Zeno Staub in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Das Institut könne für Übernahmen derzeit ohne zusätzliches Kapital bis zu 500 Millionen Franken ausgeben, sagte Staub. "Wir könnten alles aus eigener Kraft finanzieren."

Die Bank wolle die verwalteten Vermögen im Privatkunden-Geschäft "in absehbarer Zukunft" auf 50 Milliarden Franken steigern nach knapp 47 Milliarden per Ende 2016. Dafür sei das Institut allerdings nicht auf Zukäufe angewiesen, sagte Staub. Zu den Zielen der Bank gehört ein Wachstum der Kundenvermögen zwischen 3 und 5 Prozent jährlich - in diesem Tempo oder noch schneller wolle Vontobel auch künftig wachsen. Die Bank will im August neue Ziele bis 2020 vorstellen.

Den Steuerstreit mit Deutschland will die Bank derweil noch im laufenden Jahr abschliessen. "Wir sind bereit, die Geschichte aufzuräumen", bekräftigte der Staub. Die Bank hatte im vergangenen Jahr wegen der Auseinandersetzung mit deutschen Behörden über unversteuerte Kundenvermögen Rückstellungen von 13,4 Millionen Franken gebildet.

Insgesamt hoffe er, dass die Steuerstreitigkeiten für den Schweizer Finanzplatz der Vergangenheit angehörten, so Staub. Zwar habe die Schweiz den globalen Wandel zu mehr Steuertransparenz zu spät erkannt, mittlerweile erfülle das Land jedoch sämtliche internationalen Standards.

(AWP)