Prognosen übertroffen - GAM fliesst wieder frisches Kundengeld zu

Der Vermögensverwalter GAM hat im ersten Semester das Ergebnis verbessert und Neugelder angezogen.
03.08.2017 07:25
GAM-CEO Alexander Friedman in einem früheren cash-Interview.
GAM-CEO Alexander Friedman in einem früheren cash-Interview.
Bild: cash

Der Reingewinn vor Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent auf 75,4 Mio CHF. Das bereinigte Ergebnis - von GAM selbst als operativer Reingewinn bezeichnet - legte 39 Prozent auf 58,7 Mio zu, und der IFRS Konzerngewinn lag bei 67,7 Mio CHF (+27 Prozent).

"Allmählich widerspiegeln sich unsere Anstrengungen, die Transformation von GAM voranzutreiben, positiv in unseren Finanzergebnissen", heisst es vom Asset Manager am Donnerstag. Die in den vergangenen zwei Jahren umgesetzten Schritte würden messbare Erfolge zeigen, und der Ausblick stimme hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Geschäfts zuversichtlich.

In den ersten sechs Monaten des Jahres flossen der Gruppe insgesamt Nettoneugelder von 6,4 Mrd zu - nach einem Abfluss von 4,7 Mrd im Vorjahr. Insgesamt betrugen die verwalteten Vermögen (AuM) per Ende Juni 131,3 Mrd nach 126,9 Mrd zum Ende des ersten Quartals 2017. Der Betriebsertrag legte in der Berichtsperiode um 9 Prozent auf 257,5 Mio CHF, während der Geschäftsaufwand lediglich um 1 Prozent auf 182,1 Mio stieg.

Mit den Zahlen erreichte GAM die Markterwartungen beim Ertrag und bei den verwalteten Vermögen gut, während die Prognosen beim operativen Reingewinn und Nettoneugeld gar übertroffen wurden. Die Analysten hatten im Schnitt mit einem Ertrag von 256,0 Mio, einem Geschäftsaufwand von 186,7 Mio und einem operativen Reingewinn von 54,7 Mio gerechnet. Das Nettoneugeld wurde im Vorfeld bei 4,6 Mrd gesehen und die AuM bei 130,6 Mrd.

Mit Blick in die Zukunft heisst es, die verbesserte Anlageperformance und die gestärkte Vertriebseinheit dürften helfen, zukünftige Nettozuflüsse zu erzielen. Darüber hinaus wirke sich das aktuelle Marktumfeld mit einer zunehmenden Streuung zwischen Anlageklassen und einer wachsenden Bedeutung von Fundamentaldaten günstig für aktive Vermögensverwalter wie GAM aus.

Die Mittelfristziele über einen Geschäftszyklus von fünf bis acht Jahren werden indes bestätigt. Demnach soll das verwässerte operative Ergebnis pro Aktie auf annualisierter Basis um über 10 Prozent gesteigert werden und eine Umsatzrendite von 35 bis 40 Prozent erreicht werden.

(AWP)