Prognosen übertroffenPartners Group steigert Gewinn um fast die Hälfte

Der Vermögensverwalter Partners Group hat im ersten Semester erneut markant zugelegt.
12.09.2017 08:01
Altstadt von Zug; Die Partners Group hat wie viele Finanzunternehmen im benachbarten Baar ihren Sitz.
Altstadt von Zug; Die Partners Group hat wie viele Finanzunternehmen im benachbarten Baar ihren Sitz.
Bild: Pixabay

So legten die Erträge um 25 Prozent auf 565 Mio CHF zu. Der Betriebsgewinn (EBITDA) nahm um 37 Prozent auf 374 Mio zu, was einer Marge von 66 Prozent entspricht nach 60 Prozent im ersten Halbjahr 2016. Unter dem Strich stieg der Reingewinn nach IFRS 42 Prozent auf 359 Mio.

Im ersten Halbjahr habe man ein starkes Wachstum verzeichnet - dank solider Kundennachfrage sowie erfolgreicher Investitionstätigkeiten und Veräusserungen, teilt der auf Privatmarktanlagen spezialisierte Vermögensverwalter am Dienstag mit. Die Einnahmen aus Management Fees stiegen nachhaltig, während die Entwicklung der Performance Fees gemäss Firmenangaben "solide" war.

Mit den Kennzahlen wurden die Markterwartungen bei weitem übertroffen: Von AWP befragte Analysten hatten im Durchschnitt Erträge in Höhe von 500 Mio CHF erwartet. Der EBITDA war auf 306 Mio und der Nettogewinn auf 282 Mio CHF geschätzt worden.

Wie bereits seit Juli bekannt, verwaltete die Gesellschaft per Ende Juni 2017 Vermögen (Assets under Management, AuM) in der Höhe von 57,8 Mrd EUR nach 54,2 Mrd per Ende 2016. Die neuen Kundennachfragen erreichten in den ersten sechs Monaten 6,9 Mrd EUR nach 4,6 Mrd im Vorjahr. Für Kunden wurden 5,6 Mrd USD investiert nach zuvor 4,9 Mrd.

Angesichts der soliden Nachfrage nach Programmen und Mandaten sowie einem stetigen Anstieg der Investitionskapazität werde der Ausblick bestätigt, heisst es. Für das Gesamtjahr 2017 erwartet Partners Group damit weiterhin neue Kapitalzusagen in einer Bandbreite von 10 bis 12 Mrd EUR. Erst im Juli war die Guidance nach oben angepasst worden (von zuvor 8 bis 10 Mrd EUR). Die Bandbreite für Tail-Down-Effekte aus reiferen Programmen sowie mögliche Kapitalabflüsse aus liquiden und semi-liquiden Programmen bleibt ebenfalls bei -3 bis -4 Mrd EUR.

(AWP)