Prüfkonzern - SGS unter Erwartungen - Dividende erhöht

Der Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS ist zwar weiter gewachsen, hat aber die Vorgaben der Analysten meist verpasst. Die Dividende wird erhöht.
23.01.2018 07:30
Der Schweiz-Chinese Frankie Ng ist seit März 2015 CEO von SGS.
Der Schweiz-Chinese Frankie Ng ist seit März 2015 CEO von SGS.
Bild: ZVG

Der Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS ist im Geschäftsjahr 2017 weiter gewachsen, dies bei einer unveränderten Marge. Der Umsatz nahm um 6,1% auf 6,35 Mrd CHF zu, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. In Lokalwährungen gerechnet belief sich das Plus auf 5,4% und rein organisch, also ohne Akquisitionen, legte der Umsatz um 4,2% zu.

Somit hat sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte leicht beschleunigt, nach organisch 3,4% in der ersten Jahreshälfte. Im Vorjahr wuchs die Gruppe organisch mit 2,5%.

Der operative EBIT verbesserte sich um Sonderfaktoren bereinigt - also adjustiert - um 5,4% auf 969 Mio CHF, während die operative Marge bei 15,3% stehen bleibt. Der adjustierte Reingewinn nach Minderheiten wird mit 692 Mio ausgewiesen (+10%). Zu den Sonderfaktoren zählt SGS Goodwill-Abschreibungen, Restrukturierungs- sowie Integrationskosten. Unbereinigt erhöhte sich der EBIT aufgrund der tieferen Vorjahresbasis um 9,6% auf 894 Mio, und der Gewinn legte nach Abzug der Minderheiten auf mit Blick auf eine tiefere Steuerrate um 14% auf 621 Mio zu.

Beim freien Cashflow konnte SGS das Vorjahresniveau nicht halten: Er ging auf 706 Mio CHF von 738 Mio im Vorjahr zurück. Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat an der kommenden Generalversammlung vom 19. März die Ausschüttung einer Dividende in der Höhe von 75 CHF je Aktie vor. Im vergangenen Jahr kamen die Anleger in den Genuss einer Dividende von 70 CHF.

Mit den ausgewiesenen Zahlen liegt SGS zumeist leicht unter den Vorgaben der Analysten. Im Vorfeld der Zahlenpublikation hatten diese im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Umsatz in Höhe von 6,31 Mrd CHF, einen adjustierten EBIT von 976 Mio und einen bereinigten Reingewinn nach Minderheiten von 668 Mio erwartet. Unbereinigt wurde ein Reingewinn nach Minderheiten von 640 Mio vorhergesagt. Die Dividendenschätzungen lagen mit 71,82 CHF je Titel tiefer als nun vorgeschlagen.

Im Ausblick sieht sich SGS auf Kurs, die bis im Jahr 2020 angestrebten Ziele zu erreichen. Geplant ist ein "solides organisches Wachstum" in "mittleren einstelligen Prozentbereich" sowie eine Steigerung der Marge. Mittelfristig, also bis zum Ablauf des 2016-2020-Programms, soll die operative Marge die Marke von 18% übertreffen.

Die Basis dazu soll auch im laufenden Jahr gelegt werden. Denn bereits da will SGS ein "solides organisches Wachstum" erzielen und die operative Marge auf adjustierter Basis steigern.

(AWP/Reuters)

 
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