Purer Optimismus  - 80 Prozent der Schweizer Firmen erwarten laut HSBC höhere Umsätze

Trotz dunklerer Konjunkturwolken, Handelskriegen und Brexit rechnen die meisten Schweizer Firmen mit besseren Geschäften.
05.11.2019 13:00
Die Berichtssaison ist in vollem Gange.
Die Berichtssaison ist in vollem Gange.
Bild: Pixabay

81 Prozent der hiesigen Unternehmen erwarten laut einer Studie der Bank HSBC steigende Umsätze in den nächsten zwölf Monaten.

38 Prozent der 200 befragten Schweizer Firmen seien optimistischer als 2018, teilte die britische Grossbank am Dienstag mit. Damit sind Schweizer Unternehmen weniger optimistisch als der Durchschnitt. Weltweit rechnen knapp die Hälfte der befragten gut 9100 Firmen aus 35 Ländern mit höheren Umsätzen. Im Vergleich zu Europa und dem Rest der Welt würden weniger Schweizer Unternehmen mit einem Wachstum von über 15 Prozent rechnen.

USA verlieren an Gewicht

Die Erschliessung neuer Märkte ist laut der Studie der Haupttreiber des positiveren Ausblicks. Gegenwärtig seien für 70 Prozent der Schweizer Firmen europäische Länder unter den Top-Drei-Märkten, wobei die wichtigsten Handelspartner Deutschland, Frankreich, USA, Italien und China seien.

Allerdings haben die USA massiv an Gewicht eingebüsst. Im vergangenen Jahr habe sich die Bedeutung von Amerika als Handelspartner von Schweizer Firmen auf 12 Prozent beinahe halbiert von zuvor 23 Prozent.

as könnte ein kurzfristiges Phänomen sein, da 12 Prozent der Schweizer Unternehmen ihre Geschäfte dort in den nächsten drei bis fünf Jahren ausweiten wollten, erklärte HSBC. In den nächsten drei bis fünf Jahren seien die Top-Märkte für die Expansion Deutschland, Österreich, die USA und Frankreich.

Vom Protektionismus profitiert

Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Schweizer Unternehmen gaben zudem an, dass ihre wichtigsten Handelsmärkte immer protektionistischer würden, weil strengere Vorschriften und höhere Zölle eingeführt sowie die Kontrolle von geistigem Eigentum abnehmen würden.

Als Gegenmassnahmen sparten die Unternehmen meist Kosten oder setzten auf lokale Lieferanten. So hätten sechs von zehn Unternehmen mehr Gewinne als Verluste wegen des zunehmenden Protektionismus gemacht.

(AWP)