Reisebranche - LM Group sieht Licht am Ende des Tunnels

Bei dem Online-Reiseanbieter sind während der Corona-Krise die Umsätze weggebrochen. Im Juni gab es allerdings Anzeichen der Besserung.
31.07.2020 07:56
Buchungsplattform von lastminute.com.
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Bild: cash

Dem Online-Reiseanbieter LM Group sind in der Coronakrise die Umsätze weggebrochen. Über eine Phase von fast drei Monaten kam das Geschäft beinahe zum Erliegen. Im Juni gab es dann allerdings Anzeichen der Besserung und die Nettofinanzposition konnte wieder gestärkt werden.

Nach einem "guten" Start im Januar und Februar mit einem deutliche Wachstum, kam das Geschäft in Folge der Covid-19-Pandemie von März bis Mai für fast drei Monate zum Stillstand, teilte die Gruppe am Freitag mit.

Konkret sanken das Bruttoreisevolumen im ersten Semester um knapp 52 Prozent auf 705,5 Millionen Euro und der Umsatz um rund 50 Prozent auf 82,6 Millionen. Der Betriebsgewinn EBITDA im Kerngeschäft machte im Vergleicht zur Vorjahresperiode mit 4,5 Millionen nur noch einen Bruchteil aus - damals resultierten noch 35,1 Millionen. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 22,7 Millionen, nach einem Gewinn von 12,2 Million im Vorjahr.

Ermutigende Anzeichen einer Erholung

Nun sieht der Online-Reiseanbieter allerdings ermutigende Anzeichen einer Erholung. In der letzten Maiwoche habe die Gruppe ein steilen Aufschwung verzeichnet, der bei den Buchungen bis Ende Juni in einer Erholung von rund 55 Prozent des Volumens von 2019 resultierte. Und dieser positive Trend halte bis heute an, heisst es im Communiqué.

Die treibende Kraft des Aufschwungs komme vor allem aus dem Geschäft mit Reisevermittlungen (OTA). Dank einer effektiven Marketing- und Preisstrategie gelinge es derzeit, die steigende Nachfrage nach Reisen in ganz Europa in eine wachsende Zahl von Buchungen umzumünzen, so die Gruppe weiter.

Deutliche Kostenreduktion

Dank verschiedener Massnahmen sei es zudem gelungen, die laufenden Kosten deutlich zu reduzieren, heisst es weiter. Sehr wichtig für die Gewinn- und Verlustrechnung sei dabei der Zugang zu Kurzarbeit in ganz Europa. So bestätigt die Gruppe frühere Informationen, wonach die Fixkosten um rund 30 Millionen Euro oder 35 Prozent gesenkt wurden. Zu allfälligen Entlassungen äussert sich die Gruppe dabei allerdings nicht.

Ausserdem habe die Erholung der Buchungsvolumina im Juni zu einem positiven operativen Cashflow im zweiten Quartal 2020 geführt. Die verfügbaren liquiden Mittel haben sich den auch erholt und beliefen sich auf 133,2 Millionen Euro und die Nettofinanzposition erreichte 32,9 Millionen, nach 83,2 Millionen bzw. 18,6 Millionen am Ende des ersten Quartals.

(AWP)

 
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