Reisehandel - Dufry erhöht Tempo in den ersten neun Monaten

Der Reisehandelskonzern Dufry hat in den ersten drei Quartalen Umsatz und Gewinn gesteigert.
31.10.2017 07:16
Dufry-CEO Julian Diaz.
Dufry-CEO Julian Diaz.
Bild: cash

Der Reisedetailhändler Dufry hat in den ersten neun Monaten 2017 den Umsatz um 6,7 Prozent auf 6,27 Mrd CHF gesteigert. Der Bruttogewinn lag mit 3,73 Mrd um 8,5 Prozent über dem Vorjahreswert, was einer um 100 Basispunkten höheren Bruttomarge von 59,4 Prozent entspricht. Auch der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA stieg um 8,5 Prozent auf 744 Mio.

Unter dem Strich resultierte ein Reinergebnis nach Minderheiten von 84,7 Mio CHF nach einem kleinen Gewinn von 0,2 Mio im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das Cash-EPS stieg schliesslich um 28 Prozent auf 5,81 CHF (VJ 4,55 CHF). Auf organischer Ebene stieg der Umsatz im dritten Quartal um 6,7 Prozent, nach einem Anstieg von 8,9 Prozent im ersten Halbjahr. Für die ersten neun Monate ergibt sich kumuliert ein Plus von 7,9 Prozent.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Dufry die Markterwartungen beim Umsatz und operativen Gewinn in etwa getroffen, beim Reingewinn jedoch verfehlt. Die von AWP befragten Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 6'230 Mio CHF, einem Bruttogewinn von 3'692 und einem EBITDA von 745 Mio gerechnet. Beim Reinergebnis wurden 96 Mio erwartet und das Cash-EPS wurde bei 6,74 CHF gesehen.

Dufry führt die Steigerung der Bruttomarge auf die Realsierung von Synergien aus der WDF-Übernahme zurück. Diese war per Ende 2016 abgeschlossen worden. Der mögliche Börsengang (IPO) des nordamerikanischen Geschäfts werde weiter geprüft, heisst es zudem. Bis dato sei diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen worden.

Zum Ausblick auf das Gesamtjahr macht Dufry in der Meldung wie gewohnt nur qualitative Aussagen. Die guten Marktbedingungen würden auch im vierten Quartal anhalten, heisst es. Allerdings gestalte sich die Vergleichsbasis auch anspruchsvoller. Zum Halbjahr hatte Dufry-CEO Julian Diaz für das Gesamtjahr noch ein organisches Wachstum von 5 bis 6 Prozent in Aussicht gestellt.

(AWP)