Rieter spürt Zurückhaltung im dritten Quartal

In den ersten neun Monaten ist Rieter mehr Bestellungen eingesammelt als im Vorjahr, aber weniger als erwartet. Im dritten Quartal gab es zudem Bremseffekte.
28.10.2016 07:32
Firmenlogo an einer Rieter-Textilmaschine in Kollbrunn ZH.
Firmenlogo an einer Rieter-Textilmaschine in Kollbrunn ZH.
Bild: cash

Beim Spinnereimaschinenhersteller Rieter sind in den ersten neun Monaten Bestellungen im Wert von 718,4 Mio Franken eingegangen, das sind 22 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Markterfolge habe man in Indien verbucht, während die Nachfrage in der Türkei im dritten Quartal zurückhaltend ausgefallen sei. Im dritten Quartal 2016 lag der Bestellungseingang aufgrund der Investitionszurückhaltung in der Türkei bei 207,7 Mio Franken, teilte Rieter am Freitag anlässlich eines "Investor Update" mit.

Die ausgewiesenen Werte liegen unter den Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) für die Monate Januar bis September Bestellungen im Wert von 733,5 Mio Franken erwartet.

Die Kostensenkungsprogramme liefen derweil planmässig ab, insbesondere die Massnahmen zur Anpassung der Produktion in Winterthur. Rieter strebe weiterhin an, dadurch Kostensenkungen von rund 15 bis 20 Mio Franken ab 2017 zu realisieren, heisst es weiter.

Der Ausblick für 2016 wird etwas konkretisiert. So geht Rieter sowohl bei Umsatz und Profitabilität weiterhin von einem deutlich stärkeren zweiten Halbjahr im Vergleich zum ersten Halbjahr aus. Für das Gesamtjahr 2016 erwartet das Unternehmen einen Umsatz in der Grössenordnung von rund 940 Mio Franken, eine EBIT-Marge von rund 5 Prozent bis 6 Prozent und einen Reingewinn von rund 3,5 Prozent bis 4,5 Prozent des Umsatzes.

Die Visibilität bezüglich der Nachfrageentwicklung bleibe jedoch weiterhin gering, fügt Rieter an. Man gehe davon aus, dass sich das Marktumfeld in den nächsten Monaten nicht wesentlich verändern werde.

(AWP)