Risiko-Appetit nimmt zu - Die Rückkehr der Hedgefonds

Die Anzahl der Hedgefonds-Neustarts ist im ersten Quartal erstmals in zwölf Monaten wieder gestiegen, zudem erreichten die Vermögen einen Rekordwert. Grund dafür ist die zunehmende Risiko-Toleranz der Investoren.
18.06.2017 16:05
Anleger lassen wieder mehr Geld in Hedgefonds fliessen.
Anleger lassen wieder mehr Geld in Hedgefonds fliessen.
Bild: pixabay.com

Insgesamt 189 Hedgefonds betraten den Markt, verglichen mit 153 im Vorquartal. Das geht aus Daten von Hedge Fund Research Inc. hervor. Zwar lag die Anzahl der Liquidierungen noch immer oberhalb der Startups, doch die Fonds-Schließungen gingen von 275 auf 259 zurück.

Die Hedgefonds-Branche erholt sich offenbar langsam von ihrer schwachen Leistung und den ersten Nettoabflüssen im vergangenen Jahr seit 2009. 

Das vom Sektor verwaltete Vermögen stieg im ersten Quartal leicht auf den Rekordwert von 3,1 Billionen Dollar - verglichen mit 3 Billionen Dollar Ende 2016, zeigen die Daten von HFR.

"Die Risiko-Toleranz der Investoren nahm zu und die Erwartungen an Finanzmarkt-Volatilität in naher Zukunft nahmen ab", sagte HFR-Präsident Kenneth Heinz in der vorgelegten Studie. 

Die Gebührenstrukturen würden inzwischen besser zur Investoren-Nachfrage passen. Heinz: "Es ist wahrscheinlich, dass diese Trends zentral für das Branchenwachstum im Rest des Jahres bleiben".

(Bloomberg)