Roche glaubt weiter an Alzheimer-Medikamente

Trotz eines schweren Rückschlags für ein Alzheimer-Medikament des US-Rivalen Eli Lilly glaubt der Pharmakonzern Roche weiter an zwei eigene Arzneien gegen die Krankheit.
24.11.2016 09:05
Hochhäuser von Roche am Firmenhauptsitz in Basel.
Hochhäuser von Roche am Firmenhauptsitz in Basel.
Bild: cash

Es gebe beträchtliche Unterschiede zwischen den in der Entwicklung stehenden Crenezumab und Gantenerumab und dem Lilly-Produkt Solanezumab, erklärte ein Roche-Sprecher in der Nacht auf Donnerstag. Solanezumab gelang es bei Patienten mit einer leichten Form von Demenz in einer großangelegten Phase-3-Studie nicht, den Gedächtnisabbau zu verlangsamen. Lilly kündigte daher an, in den USA keine Genehmigung der Arznei zu beantragen.

Wie Solanezumab setzten auch die Wirkstoffe des Basler Unternehmens beim Protein Beta Amyloid an. "Crenezumab und Gantenerumab unterscheiden sich voneinander und auch von anderen experimentellen Medikamenten," erklärte der Sprecher. Roche ziehe zudem Lehren aus laufenden Studien auf dem Gebiet und prüfe etwa die Auswirkungen von hohen Dosen. 

(Reuters)