Rohner will nach 2018 VR-Präsident der Credit Suisse bleiben

Der Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse will auch nach 2018 an der Spitze der Grossbank bleiben.
30.08.2016 18:41
Urs Rohner, Verwaltungsratspräsident Credit Suisse.
Urs Rohner, Verwaltungsratspräsident Credit Suisse.
Bild: Bloomberg

"Ich mache diesen Job mit vollem Einsatz und werde das gerne auch weiterhin tun", sagte Urs Rohner gegenüber dem deutschen "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Mit der Unterstützung der Aktionäre wolle er "selbstverständlich" auch über diesen Zeitraum hinaus im Amt bleiben.

Der Umbau der Credit Suisse - weg vom schwankungsanfälligen Investmentbanking und hin zur Vermögensverwaltung - ist bis 2018 angelegt. Diesen Kurs verteidigte Rohner: "Wir haben eine gemeinsame Strategie entwickelt, die wir uns sehr gut überlegt haben und von der wir überzeugt sind, dass sie richtig ist", sagte er dem Blatt. "Und unsere grossen Investoren stehen hinter dieser Ausrichtung."

Zudem forderte Rohner eine engere Kooperation europäischer Banken. Viele Geldhäuser würden künftig wohl zentrale Dienste wie beispielsweise die Verwaltung von Kontodaten und die Informationstechnologie auslagern.

"Ich kann mir gut vorstellen, dass man das durch einen dritten Anbieter für eine Reihe von Banken machen lassen könnte. Wenn sich mehrere grosse Banken zusammentun würden, könnte das Ergebnis sogar als Infrastrukturgesellschaft an die Börse gebracht werden", sagte Rohner. Zuvor hatte bereits UBS-Chef Sergio Ermotti eine engere Kooperation der Geldhäuser angemahnt.

(AWP)