Rohstoffproduktion und -handel - Glencore macht mehr Umsatz und Gewinn

Der Wind an den Rohstoffmärkten hat gedreht. Davon profitiert auch der Gigant Glencore, eines der umsatzstärksten Unternehmen der Schweiz.
10.08.2017 12:30
Der Rohstoffproduzent und -händler Glencore hat seinen Hauptsitz in Baar ZG.
Der Rohstoffproduzent und -händler Glencore hat seinen Hauptsitz in Baar ZG.
Bild: Bloomberg

Im ersten Halbjahr legte der Umsatz um rund 44% auf fast 100,3 Milliarden Dollar zu. Aus dem Verlust von 615 Millionen im Vorjahreszeitraum wurde ein Gewinn von 2,2 Milliarden, wie aus dem am Donnerstag publizierten Geschäftsbericht hervorgeht. Ohne die verlustträchtigen Minderheitsanteile liegt der Gewinn etwas höher bei 2,45 Milliarden.

Begründet wird dies unter anderem mit einer besseren Wirtschaftslage, höheren Rohstoffpreisen und tieferen Kosten. Das Ergebnis sei Zeuge von den Anpassungen in den letzten zwei Jahren, schreibt Glencore-Chef Ivan Glasenberg im Geschäftsbericht.

Schuldenabbau geht weiter

Nach einem Milliardenverlust 2015 zog Glencore die Notbremse und visierte einen massiven Schuldenabbau von 30 Milliarden Dollar an. Seit Ende Jahr baute Glencore die Verschuldung nun nochmals um weitere 1,6 Milliarden auf 13,9 Milliarden ab. Zugleich investierte der Konzern 1,68 Milliarden.

Seit einigen Monaten steigen an den Märkten die Rohstoffpreise wieder. Davon profitiert der Konzern, der sein Geld unter anderem mit der Produktion und dem Handel von Kupfer, Zink, Blei, Nickel, Aluminium und Eisenerz verdient. Im Segment Metalle und Mineralien stieg der Umsatz von 30,8 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf 37,4 Milliarden.

Im Segment Energieprodukte, wo das Kohle und Ölgeschäft eingerechnet ist, wuchs der Umsatz von 39,6 Milliarden Dollar auf 64,2 Milliarden. Die restlichen Umsätze erzielte Glencore mit der Agrarsparte, die aber zum Teil verkauft wurde, um die Schulden abzubauen.

(AWP/SDA)