Rückgang der Ölpreise drückt New Yorker Börsen ins Minus

Ein Rückgang der Ölpreise hat die Wall Street am Montag belastet. Zudem machten Anleger mitten in der Bilanzsaison Kasse, nachdem Dow und S&P im bisherigen Monatsverlauf je 3,6 Prozent gewonnen hatten.
25.07.2016 22:30
Fallende Preise für Erdöl: Ein Händler an der Rohstoffbörse  am Montag.
Fallende Preise für Erdöl: Ein Händler an der Rohstoffbörse am Montag.
Bild: Bloomberg

Für Unsicherheit sorgte auch die Fed, die ihren Zinsentscheid am Mittwoch bekanntgeben wird. Zwar gilt eine Zinserhöhung als ausgeschlossen. Doch könnte die US-Notenbank in ihrem Kommentar Hinweise auf die künftige Geldpolitik geben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer auf 18'493 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,3 Prozent auf 2168 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq liess 0,1 Prozent auf 5097 Stellen Federn.

Bei den Einzelwerten stand Yahoo im Mittelpunkt des Geschehens. Der Internet-Pionier verliert seine Eigenständigkeit, das Kerngeschäft wird für knapp fünf Milliarden Dollar an den US-Telekomkonzern Verizon verkauft. Yahoo-Aktien gaben 2,7 Prozent nach. Verizon-Papiere verbilligten sich um 0,4 Prozent.

Sprint nach Zahlen im Überflug

Zu den Gewinnern gehörten mit einem deutlichen Kursplus von fast 28 Prozent dagegen die Aktien des Verizon-Konkurrenten Sprint. Dank heftiger Rabatte lockte das Telekomunternehmen mehr Vertragskunden an. Der Umsatz von rund acht Milliarden Dollar lag leicht über den Markterwartungen. Allerdings drückten die Aktionen die Firma im ersten Geschäftsquartal auch tiefer in die roten Zahlen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 770 Millionen Aktien den Besitzer. 1101 Werte legten zu, 1857 gaben nach und 152 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 1201 im Plus, 1678 im Minus und 154 unverändert.

Die US-Kreditmärkte bewegten sich vor der Zinsentscheidung kaum. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 1/32 auf 100-15/32. Die Rendite stieg auf 1,5731 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 1/32 auf 104-16/32 und rentierte mit 2,2907 Prozent.

(Reuters)