Rückschlag bei Alzheimer-Medikament belastet Roche

Ein herber Rückschlag für einen neues Alzheimer-Medikament des US-Pharmakonzerns Eli Lilly schickt am Mittwoch die Anteile des Schweizer Rivalen Roche auf Talfahrt.
23.11.2016 14:30
Das von Eli Lilly entwickelte Medikament für Alzheimerbetroffene hat nicht die erwünschte Wirkung gezeigt.
Das von Eli Lilly entwickelte Medikament für Alzheimerbetroffene hat nicht die erwünschte Wirkung gezeigt.
Bild: Pixabay

Die Genussscheine des Arzneimittelherstellers aus Basel sinken gegen 14.30 Uhr um 1,5 Prozent auf 220,30 Franken. Roche gehört damit zu den schwächsten europäischen Gesundheitswerten. Die Aktien von Eli Lilly sacken im vorbörslichen Handel in New York 13 Prozent ab.

Das vom US-Konzern entwickelte Medikament Solanezumab konnte in einem grossangelegten klinischen Versuch den Wahrnehmungsverlust von Patienten, die an einer milden Form von Alzheimer leiden nicht verlangsamen. Das Mittel verfehlte damit das Hauptziel der Studie und Eli Lilly strebt nach eigenen Angaben nicht länger eine Zulassung von Solanezumab für diese Indikation an. Manche Analysten hatten dem Präparat mehr als fünf Milliarden Dollar Jahresumsatz zugetraut.

Roche forscht an zwei Alzheimer-Medikamenten, die auf den gleichen Wirkmechanismus setzen wie die Arznei von Eli Lilly. Unter die Räder kommen auch Anteile von anderen Firmen, die an Alzheimer-Therapien forschen, etwa Biogen, Merck und Axovant Sciences. Die Aktien der jüngst an die US-Technologiebörse Nasdaq gegangenen Schweizer Firma AC Immune sacken um gut ein Fünftel ab.

(Reuters)