Sanitärtechnik - Geberit-Umsatz leicht unter der Prognose

Der Sanitärtechnikkonzern Gebert hat zwischen Januar und September leicht weniger Waren verkauft als von Analysten angenommen. Vorbörslich taucht die Aktie.
31.10.2017 08:25
Ein Lavabo von Geberit.
Ein Lavabo von Geberit.
Bild: zvg/Geberit

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 den Umsatz leicht gesteigert, die Gewinnziffern dagegen nicht ganz gehalten. Der Umsatz wuchs um 1,4 Prozent auf 2,20 Mrd CHF, bereinigt um die Währungseinflüsse ergab sich ein organisches Plus gegenüber dem Vorjahr von 3,0 Prozent. Im Umsatzanstieg sind negative Währungseffekte in der Höhe von 4 Mio CHF enthalten, sowie der umsatzmindernde Verkauf von Koralle und Varicor, wie Geberit am Dienstag mitteilt.

Die Aktie fällt vorbörslich um 1,9 Prozent.

Das Tempo der Umsatzentwicklung hat sich im dritten Quartal mit einem währungsbereinigten, organischen Plus von 3,3 Prozent sequentiell wieder beschleunigt. Nachdem im ersten Quartal ein Plus von 6,7 Prozent resultiert hatte, kam das Wachstum im zweiten Quartal mit einem Minus von 0,8 Prozent zum Erliegen, was indes von Geberit massgeblich auf die geringere Anzahl an Arbeitstagen zurückgeführt wurde. Auch die Entwicklung im dritten Quartal war negativ geprägt durch eine im Vergleich zum Vorjahresquartal geringere Anzahl Arbeitstage sowie durch einen Abbau eines Lieferrückstands im Dusch-WC-Geschäft im Vorjahr.

Der EBITDA ging von Januar bis September um 6,9 Prozent auf 605,0 Mio zurück und der EBIT um 9,3 Prozent auf 494,0 Mio. Der Reingewinn reduzierte sich um gut 11 Prozent auf 416,7 Mio CHF. In diesen Zahlen sind allerdings noch negative Effekte durch die Übernahme der skandinavischen Sanitec enthalten.

Ausblick nach unten revidiert

Zur besseren Vergleichbarkeit weist Geberit deshalb auch adjustierte Werte aus: Ohne die erwähnten Effekte hätte der EBITDA um 0,2 Prozent auf 653,0 Mio CHF zugenommen, während die entsprechende Marge um 30 Basispunkte auf 29,7 Prozent leicht zurückging. Der adjustierte Reingewinn lag um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert bei 485,9 Mio.

Negativ auf die operativen Ergebnisse hätten sich vor allem höhere Rohmaterialpreise, Personalkosten und Abschreibungen ausgewirkt, heisst es. Damit hat Geberit die Erwartungen der Analysten mit dem Umsatz und dem adjustierten EBITDA knapp erreicht, mit dem Reingewinn dagegen leicht übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 2,21 Mrd CHF, für den adjustierten EBITDA bei 658,9 Mio und für den Reingewinn bei 418,6 Mio.

Der bisherige Ausblick auf das Gesamtjahr 2017 wird mit Blick auf den Umsatz leicht nach unten revidiert. Demnach wird mit einem währungsbereinigten, organischen Wachstum des Umsatzes von rund 3 Prozent gerechnet, bisher lautete die Prognose auf 3 bis 4 Prozent. Die Guidance für die adjustierte EBITDA-Marge liegt unverändert bei rund 28 Prozent.

(AWP)