Schadenersatz - UBS: Obligationen-Debakel in Puerto Rico

Die UBS sieht sich in Puerto Rico wegen aggressiver Verkaufsmethoden einiger Angestellter mit Schadenersatzforderungen im Umfang von 2,1 Milliarden Dollar konfrontiert.
08.10.2017 10:40
Gebäude der UBS an der Nüschelerstrasse in Zürich.
Gebäude der UBS an der Nüschelerstrasse in Zürich.
Bild: cash

Wie die "SonntagsZeitung" berichtet, liess eine Flut von Klagen von Anlegern bei angeblich sicheren Staatsanhleihen des Inselstaates die Schadenersatzansprüche gegen die Grossbank bis Ende des zweiten Quartals 2017 auf die Summe ansteigen.

Von den Forderungen sind laut UBS-Unterlagen 1,1 Milliarden Dollar erledigt. Rund eine Milliarde Dollar Ansprüche sind weiterhin offen. Das Obligationen-Debakel belaste die UBS noch über Jahre hinaus, da rund 750 Schiedsgerichtsfälle ungeklärt und wegen der Zahlungsunfähigkeit des Inselstaates weitere Klagen absehbar seien, schreibt die Zeitung. Hurrikan Maria habe die finanzielle Lage von Puerto Rico verschärft. Der Staat sei bankrott und könne die Zinsen auf 73 Milliarden Dollar Schulden nicht mehr zahlen.

(AWP)