Schlatter verzeichnet Umsatzrückgang

Die Schlatter Gruppe hat im ersten Halbjahr 2016 einen Rückgang des Umsatzes verzeichnet. Der Bestellungseingang dagegen zog an.
22.08.2016 06:48
Maschinen von Schlatter Industries im Einsatz.
Maschinen von Schlatter Industries im Einsatz.
Bild: iNg

Der Umsatz von Schlatter ging im ersten Halbjahr um 5,5% auf 39,8 Mio CHF zurück. Der Bestellungseingang dagegen zog gegenüber der Vorjahresperiode um über 70% auf 65,3 Mio an, entsprechend lag auch der Bestellungsbestand per Mitte Jahr mit 57,6 Mio um rund 80% über dem Stand von Ende 2015, wie der Anlagenbauer für die Bereiche Widerstandsschweissen und Drahtweben am Montag mitteilt.

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT erreichte mit +0,4 Mio CHF wieder den schwarzen Bereich, nach einem Minus von 2,5 Mio im Vorjahr. Das Reinergebnis war mit +0,1 Mio ebenfalls knapp positiv, nach einem Minus von 2,8 Mio in der Vorjahresperiode.

Die schnell umgesetzten und umfassenden Massnahmen zur Abfederung der Überbewertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro und weiteren Währungen hätten im ersten Halbjahr 2016 die erwartete Wirkung gezeigt, heisst es zur Berichtsperiode. Die Entwicklungsanstrengungen der vergangenen Jahre in allen Produktbereichen hätten sich zudem positiv auf den Markterfolg ausgewirkt, so seien mit den lancierten neuen Produkten Marktanteile gewonnen worden.

Gestiegener Bestellungseingang positiv

Das Marktumfeld bleibe zwar volatil, aber der markant gestiegene Bestellungseingang im ersten Semester sichere die Auslastung an beiden Standorten in Schlieren und in Münster über das Jahresende hinaus.

Für das Gesamtjahr 2016 rechnet Schlatter mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Die erfolgreiche Innovationsinitiative der letzten beiden Jahre sowie das belebte Marktumfeld gäben der Gruppe Auftrieb, heisst es. Trotz der nach wie vor anspruchsvollen Währungssituation sei man deshalb für das zweite Halbjahr gut aufgestellt. Aufgrund des überproportionalen Auftragseingangs im ersten Semester werde sich der Bestellungseingang im zweiten Halbjahr wieder normalisieren.

Die Verkaufsoffensive im Vertrieb wie beispielsweise der Aufbau zusätzlicher Verkaufsressourcen in den Emerging Markets oder die Eröffnung eines Verkaufs- und Servicestützpunkts in China würden plangemäss umgesetzt, ebenso das Massnahmenpaket zur Steigerung des Servicegeschäfts.

(AWP)