Schwan: «Fehlschläge gehören dazu»

Roche-CEO Severin Schwan zeigt sich im Video-Interview zufrieden mit den Halbjahreszahlen seines Pharmakonzerns. Und er äussert sich über mögliche Fehlschläge in der Produktentwicklung.
24.07.2014 14:10
Von Ivo Ruch
Severin Schwan ist seit 2008 CEO von Roche.
Bild: cash

Das Pharmaunternehmen Roche hat ein gutes erstes Halbjahr hinter sich. Insbesondere die Entwicklungen beim Umsatz und Gewinn werden von den Marktteilnehmern begrüsst. Zu konstanten Wechselkursen stieg der Umsatz um 5 Prozent und der Kern-Betriebsgewinn rückte um 7 Prozent vor. "Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Insbesondere in der Produkte-Pipeline konnten wir grosse Fortschritte machen", sagt CEO Severin Schwan im Video-Interview.

Roche musste jüngst zwar einige Rückschläge in der Produktentwicklung hinnehmen. Zugleich hat sie aber für mehrere Produkte ein beschleunigtes Zulassungsverfahren der amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde erhalten. Insbesondere vom Produktkandidaten gegen Blasenkrebs PDL1 erhofft sich Schwan eine baldige Marktzulassung. "Es gehört aber auch dazu, dass wir mit Fehlschlägen rechnen müssen."

Höhere Dividende weiter möglich

Wie erwartet haben Währungseffekte das Zahlenset stark beeinflusst. Der Schweizer Franken hat sich in den letzten Monaten insbesondere gegen den Dollar aufgewertet. Entsprechend  wurden die Roche-Ergebnisse, die in Schweizer Franken publiziert werden, tangiert. "Weil aber viele unserer Kosten im Dollar-, Euro-, oder Yen-Raum anfallen, sind wir natürlich abgesichert", so Schwan. Dementsprechend wurde das operative Geschäft durch den starken Schweizer Franken kaum belastet.

Am Aktienmarkt werden die Resultate gut aufgenommen. Der Genussschein von Roche legt am Donnerstag bis zu 2 Prozent zu, während der Gesamtmarkt rund 0,6 Prozent im Plus steht. Seit Jahresbeginn hat der "Bon" mehr als 8 Prozent an Wert zugelegt.

Auch die Analystengemeinde zeigt sich überzeugt. Die Experten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) schreiben in einem Kommentar, die Profitabilität sei "eine Klasse für sich". Die Konzern-Betriebsmarge erreichte einen Wert von 41 Prozent. Roche geht zudem weiter davon aus, dass die Dividende weiter erhöht werden kann.

(mit Material von AWP)