Schweiter wächst beachtlich

Schweiter setzt sein Wachstum auch in der ersten Hälfte 2016 fort. Der Werkstoff- und Maschinenhersteller legte sowohl bei Umsatz, Betriebsergebnis wie auch Reingewinn im Jahresvergleich zweistellig zu.
04.08.2016 08:43
Schweiter ist Weltmarktführer in Kernmaterialien für Sandwichkonstruktionen, wie auf dem Bild zu sehen.
Schweiter ist Weltmarktführer in Kernmaterialien für Sandwichkonstruktionen, wie auf dem Bild zu sehen.
Bild: ZVG

Der Industriekonzern Schweiter hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2016 den Umsatz und den Auftragseingang klar gesteigert. Ein Teil des zweistelligen Wachstums ist dabei auf die im Februar vergangenen Jahres angekündigte Übernahme des belgischen Herstellers von transparenten Kunststoffplatten Polycasa zurückzuführen.

Dank einer günstigen Entwicklung der Rohstoffpreise und wegen des Wegfalls insbesondere von Kosten im Zusammenhang mit der Frankenaufwertung aus dem Vorjahr lagen auch die Gewinnziffern markant über dem Vorjahr.

Der Umsatz legte um 16% auf 501,3 Mio CHF deutlich zu, entsprechend einem Plus in Lokalwährungen von 13%. Beide Geschäftsbereiche hätten dabei zum Umsatzwachstum beigetragen, teilt das in den Bereichen Verbundwerkstoffe und Textilmaschinen tätige Unternehmen am Donnerstag mit. Der Auftragseingang zog gleichzeitig um 18% auf 548,0 Mio an.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA erhöhte sich überproportional um 40% auf 61,5 Mio CHF und die entsprechende Marge um 210 Basispunkte auf 12,3%. Die Profitabilität des akquirierten Polycasa-Geschäftes habe sich gestützt durch die positive Entwicklung der Rohmaterialpreise deutlich erhöht, heisst es dazu. Der Reingewinn lag mit 34,5 Mio um 85% über dem Vorjahresniveau. Im Vorjahr wurde das Ergebnis noch von der Aufwertung des Schweizer Frankens und Integrationskosten belastet.

Architekturgeschäft ansprechend

Die grössere Division 3A Composites verzeichnete ein Wachstum des Umsatzes von 18% auf 462,3 Mio CHF und des Auftragseingang von 17% auf 498,8 Mio, dies bei einer EBITDA-Marge von 12,5%. Hier war Polycasa im Vorjahr erst während dreier Monate konsolidiert. Neben dem akquisitionsbedingten Wachstum habe insbesondere die anhaltend starke Nachfrage für die Windenergie in Europa und den USA zu einer Umsatzsteigerung im Kernmaterialgeschäft geführt.

Auch das Architekturgeschäft habe sich insgesamt ansprechend entwickelt und das Geschäft sei darüber hinaus von anziehenden Umsätzen in Indien und der Realisierung zahlreicher aufgeschobener Projekte im Nahen Osten und Südostasien begünstigt worden. In Europa gingen die Verkäufe leicht zurück, teilweise bedingt durch die Revision einer Produktionsanlage und der damit verbundenen Kapazitätseinschränkungen.

Das Display-Geschäft in Europa hingegen profitierte vom gemeinsamen Marktauftritt mit der Polycasa-Gruppe sowie den realisierten Synergien. Die Profitabilität des Polycasa-Geschäftes hat sich gestützt durch die positive Entwicklung der Rohmaterialpreise deutlich erhöht. In den USA lag der Display-Umsatz aufgrund eines verhaltenen Jahresbeginns unter dem Vorjahr, wobei Einsparungen und Effizienzsteigerungen dennoch zu einem höheren Ergebnis führten.

Verlagerung nach Polen praktisch abgeschlossen

Der Transportbereich habe sich ansprechend entwickelt, denn der Umsatz im Busbereich habe deutlich zugenommen. Die mittlerweile weitgehend abgeschlossene Verlagerung eines Teils der Produktion von der Schweiz nach Polen belastete indes das Ergebnis.

Die kleinere Division, SSM Textilmaschinen, wuchs mit Blick auf den Umsatz um 1% auf 38,8 Mio CHF, während sich der Auftragseingang markant um 36% auf 49,2 Mio anhob. Die EBITDA-Marge erreichte einen Wert von 14%. Hier hätten sich die Märkte in Bangladesch und Taiwan weiterhin erfreulich entwickelt und die Türkei erholt. Weiter unterdurchschnittlich fiel der Bestellungseingang in China und Indien aus, während die Verkäufe in Südamerika und dort insbesondere in Brasilien praktisch zum Erliegen gekommen seien.

Zum Ausblick auf den weiteren Verlauf des Jahres heisst es, dass für das zweite Halbjahr in der Hauptdivision 3A Composites mit einem weiterhin positiven Geschäftsverlauf in ähnlichem Rahmen wie im ersten Semester zu rechnen sei. Für die Textilmaschinendivision wird wegen des hohen Auftragsbestands mit einer nochmals verbesserten zweiten Jahreshälfte gerechnet.

(AWP)