Schweizer Bauindex - Baukonjunktur gibt leicht nach, bleibt aber auf hohem Niveau

Die Dynamik in der Schweizer Bauwirtschaft dürfte im laufenden Quartal leicht nachgeben.
24.05.2017 10:05
Es wird etwas weniger, aber immer noch viel gebaut in der Schweiz.
Es wird etwas weniger, aber immer noch viel gebaut in der Schweiz.
Bild: pixabay.com

Der Schweizer Bauindex, der ein Frühindikator für die Umsatzentwicklung im laufenden Quartal ist, ist im Vergleich zum Vorquartal zwar um 4 Punkte auf 140 Punkte gesunken. Damit bleibt er allerdings auf einem historisch hohen Niveau. Im Vergleich zur Vorjahresperiode resultiert ein Plus von 5 Indexpunkten.

Der Rückgang sei hauptsächlich auf den Tiefbau zurückzuführen (-4,2%), während der Hochbau mit -1,6% gegenüber dem Vorquartal nur leicht nachgegeben habe, teilt die Credit Suisse am Mittwoch mit. Die Grossbank erhebt den Index zusammen mit dem Schweizerischen Baumeisterverband vierteljährlich.

Insgesamt rechnet die Credit Suisse für den weiteren Jahresverlauf mit einer Fortsetzung des "guten" Geschäftsgangs beim Hochbau. Auch mit Blick auf den Tiefbau dürfte es sich eher um eine vorübergehende Normalisierung und nicht um eine langfristige Trendwende handeln, heisst es.

Der allgemeine Trend werde weiter stark von Investitionen in Renditeliegenschaften getrieben, die im herrschenden Negativzinsumfeld vergleichsweise attraktive Renditen generieren würden. Solange die Anleger bereit seien, dafür die Risiken in Form steigender Leerstände in Kauf zu nehmen, sei nicht mit einer Trendwende zu rechnen, so die Mitteilung. Auch sei in den nächsten zwölf Monaten nicht mit einer Abkehr der Schweizerischen Nationalbank von der Negativzinspolitik zu rechnen.

(AWP)