Schweizer Börse - SMI startet höher in den Handel

Die Kauflaune der Anleger in New York und Tokio ist am Mittwoch auch auf den Schweizer Markt übergeschwappt. Der SMI notiert wieder nahe am 13-Monate-Hoch.
15.02.2017 09:16
Credit-Suisse-Filliale an der Bahnhofstrasse in Zürich. Die Aktie steigt am Mittwoch weiter an.
Credit-Suisse-Filliale an der Bahnhofstrasse in Zürich. Die Aktie steigt am Mittwoch weiter an.
Bild: cash

Der Swiss Market Index steigt am Mittwoch im frühen Handel um 0,3%. Alle Aktien ausser diejenigen von SGS, Swiss Re und Syngenta stehen im Plus, am deutlichsten dabei der Titel der Credit Suisse.

An der Wall Street erreichten am Dienstag nach einem zögerlichen Auftakt die drei Hauptindizes erneut Rekordhöhen. Auch die wichtigen asiatischen Aktienmärkte verzeichneten Avancen, die sich positiv auf die Schweizer Börse auswirken.

Weiter wird der Markt von der Notenbankpolitik in den USA geprägt. US-Notenbank-Präsidentin Janet Yellen warnte vor einer zu langsamen Straffung der Geldpolitik. In den USA kommt die Teuerung in Fahrt, was die am Vortag veröffentlichten Erzeugerpreise unterstreichen. Sie sind im Januar kräftig gestiegen. Mit den Aussagen von Yellen steigt nach Meinung von Marktbeobachtern die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bereits im März etwas an, was zinssensitive Titel von Banken und Versicherern stützt.

Schindler (+1,6%) sind nach Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 gesucht. Die Gewinnzahlen wurden dabei von diversen Sondereffekten positiv beeinflusst. So profitierte der Lift- und Rolltreppenhersteller von einem Gewinn aus dem Verkauf des Japan-Geschäfts und einem Aufwertungsgewinn aus der Also-Beteiligung. Punkto Auftragseingang und Reingewinn hat Schindler die Schätzungen der Analysten erfüllt. Der EBIT lag über und der Umsatz über dem AWP-Konsens. GElobt wird in Markkreisen insbesondere die hohe Ausschüttung mit einer Sonderdividende.

Für Geberit (+0,2%) hat die Deutsche Bank das Kursziel auf 414 von 410 CHF erhöht. Das robuste Update zum Jahresumsatz im Januar habe zu leichten Aufwärtskorrekturen des Aktienkurses geführt, berichtet der zuständige Analyst. Trotzdem bleibe Geberit der im Bausektor am teuersten bewertete Titel, so der zuständige Analyst. Er lässt das Rating bei 'Hold'.

Auch Sika (+0,6%) profitieren von einem höheren Kursziel. HSBC traut den Valoren neu 6100 CHF zu nach 5400. Die am 24. Februar präsentierten Margenziele könnten die Konsenserwartungen übertreffen, so die Experten. Die Einstufung 'Buy' bleibt.

Das Kursziel für die CS-Aktien (+1,7% ) wird von Goldman Sachs im Anschluss an die Geschäftszahlen vom Vortag gesenkt. Es sei es eine anspruchsvolle Aufgabe, das Schweizgeschäft als eigenständige Einheit an die Börse zu bringen, so der Experte. Die Einstufung 'Buy' wird beibehalten. Darüber hinaus haben verschiedene Institute das Kurzsiel erhöht.

Zurich Insurance (+0,1%) verkraften die Empfehlung 'Underperform' von Bernstein gut. Die Experten haben das Kursziel leicht auf 230 CHF gesenkt (zuvor: 240). Die Outperformance der Aktien im Vorjahr sei angesichts der "eher schwachen Jahresergebnisse" des Versicherers und der Guidance für 2017 übertrieben gewesen, schreibt der zuständige Analyst. 

Im breiten Markt profitieren Temenos von starken Jahreszahlen, worauf bereits eine Kurszielerhöhung durch die UBS erfolgt ist. Der zuständige Analyst habe sein Modell an die besser als erwartet ausgefallene Gewinn-Entwicklung 2016 abgepasst und das Kursziel angehoben.

(AWP/cash)