Schweizer Börse erholt sich leicht

An der Schweizer Börse legen die Kurse am Freitagmorgen auf breiter Front zu. Händler sprechen von einer technischen Erholung.
12.02.2016 11:05
Etwas Licht nach dunklen Tagen: Die Schweizer Börse ist am Freitagmorgen auf Erholungskurs.
Etwas Licht nach dunklen Tagen: Die Schweizer Börse ist am Freitagmorgen auf Erholungskurs.
Bild: cash

"Nach solch starken Rückschlägen sind auch heftige Gegenbewegungen nicht selten", sagt ein Börsianer. "Ob die Erholung nachhaltig ist, wird sich erst noch zeigen müssen." Das werde unter anderem von den US-Wirtschaftsdaten am Nachmittag und der Reaktion der Wall Street darauf abhängen. Im Mittelpunkt des Interesses dürften die US-Detailhandelsumsätze stehen.

Der SMI steigt bis 11 Uhr um 1,4 Prozent auf 7602 Punkte. Am Donnerstag war der Leitindex wegen der Furcht vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft um 3 Prozent gefallen, seit Jahresanfang summiert sich das Minus auf 15 Prozent.

Helfen dürfte den Märkten auch die höheren Ölpreise. Spekulationen, die Opec-Länder könnten sich auf eine Reduktion der Fördermenge einigen, führte zu einer Verteuerung des Barrel Erdöls um knapp 4 Prozent.

Bankaktien tauchen wieder auf

Die zuletzt unter die Räder gekommenen Bankaktien führen die Erholung an. Die Titel der Credit Suisse legen 4,9 Prozent zu und die der UBS steigen um 4,6 Prozent. Die Anteile der beiden Grossbanken haben am Donnerstag 8,4 und 4,6 Prozent verloren.

Auch Versicherungswerte legen zu. Zurich steigen um 2 Prozent. Die Titel waren am Vortag nach der Jahresbilanz um 2,7 Prozent gesunken.

Auch die Index-Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche holen mit einem Kursgewinn um 1 Prozent einen Teil der Abschläge vom Vortag auf.

Die Aktien zyklischer Firmen ziehen ebenfalls an. Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB legen 2 Prozent zu. Clariant steigen um 1,6 Prozent und Lafarge-Holcim sind um 1,9 Prozent höher.

Schindler PS nach Jahreszahlen gesucht

Am breiten Markt rücken die Partizipationsscheine von Schindler 2,3 Prozent vor. Der Rolltreppen- und Lifthersteller hat 2015 trotz des starken Frankens den Umsatz um knapp 2 Prozent auf 9,4 Milliarden Franken gesteigert. Der Betriebsgewinn stieg auf vergleichbarer Basis um rund 8 Prozent auf gut eine Milliarde Franken. Trotzdem senkt der Konzern die Ausschüttung auf 2,70 Franken je Aktie und PS. Letztes Jahr hatte Schindler allerdings neben der ordentlichen Dividende von 2,20 Franken eine Sonderdividende von 1 Franken je Aktie bezahlt.

Die Temenos-Aktien fallen nach einem anfänglichen Kursfeuerwerk wieder zurück und stehen zur Berichtszeit 1,2 Prozent höher. Die Bankensoftware-Firma hat im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang auf 66,3 von 91,6 Millionen Dollar verbucht. Trotzdem soll an die Aktionäre mit 0,45 Franken Dividende je Aktie um 12,5 Prozent mehr ausgeschüttet werden.

(Reuters)