Schweizer Börse gibt leicht nach - Actelion unter Druck

Die Schweizer Börse schwächt sich am Dienstag leicht ab. Das Opec-Treffen am Mittwoch und das Verfassungsreferendum in Italien am kommenden Wochenende machten die Marktteilnehmer vorsichtig, sagen Händler.
29.11.2016 10:10
Wenig Bewegung an der Schweizer Börse in der ersten Handelsstunde am Dienstag.
Wenig Bewegung an der Schweizer Börse in der ersten Handelsstunde am Dienstag.
Bild: cash

Zudem waren die Vorgaben von der Wall Street nach Gewinnmitnahmen am Montag leicht negativ. Der SMI schwächt sich nach rund einer Handelsstunde um 0,1 Prozent auf 7813 Zähler ab. Am Montag war der Leitindex um 0,7 Prozent gesunken.

Unter Druck stehen die Aktien von Actelion, die um 4,7 Prozent auf 181 Franken fallen. Einem Zeitungsbericht zufolge steht nicht unbedingt eine Übernahme der Biotechnologiefirma durch Johnson & Johnson (J&J) bevor. Die Allschwiler Firma könnte auch an Teilen des Pharmageschäfts des US-Konzerns interessiert sein. Im Gegenzug könnte sich J&J am neuen, grösseren Unternehmen beteiligen, berichtet die "Financial Times" mit Bezug auf Insider. Es sei unklar, wie J&J zu einer solchen komplexen Transaktion stehe. J&J und Actelion hatten am Freitag Gespräche über eine mögliche Transaktion bestätigt. Ein Verkauf sei für Actelion der Zeitung zufolge kein Thema.

Die Aktien von BB Biotech sinken um 1,1 Prozent. Die Anlagegesellschaft ist an Actelion beteiligt.

Wenig Bewegung in den schwergewichteten Pharma-Aktien

Die Titel der beiden Pharmariesen Novartis und Roche sind wenig verändert.

Die Anteile der Banken und Versicherungen tendieren ins Plus. UBS legen 0,5 Prozent zu und Credit Suisse 0,2 Prozent.

Die Papiere von Swiss Re steigen um 0,1 Prozent. Kepler Cheuvreux hat das Rating für den Rückversicherer auf "Hold" von "Buy" gesenkt.

Die Aktien zyklischer Firmen zeigen keinen einheitlichen Trend. ABB sinken um 0,2 Prozent, Lafarge-Holcim steigen um 0,6 Prozen.

Ebenfalls rund ein halbes Prozent zulegen können die Aktien von Swatch und Richemont.

Cosmo trotz positiven Studienresultaten im Verkauf

Am breiten Markt sinken die Aktien von Cosmo um 1,0 Prozent. Kurzzeitig hatten sie auf 188,10 Franken allerdings ein neues Hoch erreicht. Lumeblue, ein Medikament zur Erkennung von Dickdarmkrebs, hat in einer Phase-III-Studie die Erwartungen der Firma übertroffen. Cosmo werde nun den Zulassungsantrag für die USA vorbereiten.

Die Aktien von Meyer Burger setzen die Erholung fort und legen 1,5 Prozent zu. Der Solarindustriezulieferer sieht sich auf Kurs zu einer erfolgreichen Sanierung.

(Reuters/cash)