Schweizer Börse kann zulegen

Die Schweizer Börse legt am Dienstag leicht zu. Freundliche Vorgaben aus den USA sorgten für zaghafte Käufe, sagen Händler.
30.08.2016 10:50
Weiter aufwärts: Die Schweizer Börse am Dienstagmorgen.
Weiter aufwärts: Die Schweizer Börse am Dienstagmorgen.
Bild: cash

Wegen der Zinsspekulationen und vor der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturzahlen im Laufe der Woche wagten sich die Anleger aber nicht recht aus der Deckung. Der SMI steigt bis 10.45 Uhr um 0,4 Prozent auf 8218 Punkte. Am Montag hatte der Leitindex 0,2 Prozent gewonnen.

Von den US-Arbeitsmarktdaten am kommenden Freitag erhoffen sich die Anleger Aufschluss über den Zeitpunkt der von Fed-Vertretern signalisierten Zinserhöhung. Erste Hinweise darauf dürften die Daten der privaten Arbeitsagentur ADP am Mittwoch und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung am Donnerstag geben.

Die meisten Standardwerte ziehen an. Gegen den Trend verlieren die Anteile des Luxusgüterkonzerns Richemont 1,6 Prozent. Die Aktien von Rivalin Swatch machen anfängliche Einbussen wett.

Kaufempfehlung schieben Lafarge-Holcim an

Den stärksten Anstieg verbuchen die Aktien von Lafarge-Holcim mit plus 2,8 Prozent. Die Analysten von HSBC und Kepler Cheuvreux empfehlen den Zementwert mit erhöhten Kursziel zum Kauf.

Papiere anderer zyklischer Firmen wie Geberit, SGS und Syngenta  ziehen ebenfalls an, hinken dem Markt aber mit einem Plus von bis zu 0,2 Prozent hinterher. ABB legen 0,6 Prozent zu.

Die Anteile der Credit Suisse gewinnen 1,6 Prozent. Der US-Vermögensverwalter Capital Group hat seine Beteiligung an der Grossbank auf 5,05 Prozent erhöht. Im Mai 2015 hatte sich der Anteil der Amerikaner noch auf 3,01 Prozent belaufen. Credit Suisse wollte sich nicht zu der Aufstockung von Capital Group äussern. "Dies könnte den Aufwärtstrend der CS-Aktie im August erklären", sagt ein Händler.

Die Titel von Rivalin UBS sind um 1,1 Prozent höher und Julius Bär rücken um 0,9 Prozent vor.

Bâloise nach Halbjahreszahlen unter Druck

Bei den mehrheitlich zu höheren Kursen gehandelten Versicherungsaktien stechen Bâloise mit einem Minus von 0,2 Prozent heraus. Der Gewinn des Versicherers ist im ersten Halbjahr um 10,1 Prozent auf 223,6 Millionen Franken gesunken. Gewinnschmälernd wirkten sich unter anderem zusätzliche Risikovorsorgen für das Schadenversicherungsgeschäft in Deutschland aus. Die Prämieneinnahmen stagnierten. Konzernchef Gert de Winter kündigte für den 26. Oktober neue Zielvorgaben an.

Starke Kursauschläge verzeichneten die Aktien aus der zweiten Reihe. "Im Mittelpunkt stehen weiterhin Nebenwerte", sagt ein Händler. "Die mittelgrossen Firmen präsentieren mehrheitlich überraschend gute Ergebnisse und das trotz des Frankenschocks", sagt ein anderer Händler. Die Börse quittiert besser als erwartete Ergebnisse des Kabelherstellers Huber+Suhner und des Glasverpackungsproduzenten Vetropack mit kräftig steigenden Kursen.

Santhera ziehen 0,4 Prozent an. Die US-Arzneimittelbehörde FDA unterstützt die Entwicklung des Medikaments Omigapil zur Behandlung von Patienten mit Muskeldystrophie (CMD) mit 246'000 Dollar.

(Reuters)