Schweizer Börse: SMI hält sich über 8200 Punkten

Die Schweizer Börse hat am Dienstag zugelegt. In einer bewegten Sitzung stieg der Leitindex vorübergehend auf den höchsten Stand seit Ende Mai.
26.07.2016 17:35
Wenig bewegt, aber postiv geschlossen: Die Schweizer Börse am Dienstag.
Wenig bewegt, aber postiv geschlossen: Die Schweizer Börse am Dienstag.
Bild: cash

Die Umsätze waren aber wiederum recht bescheiden. Vor der US-Zinsentscheidung, wichtigen Firmenergebnissen und der Veröffentlichung der Ergebnisse eines Bankenstresstests in Europa wollten sich die Anleger nicht engagieren, heisst es am Markt. Der SMI notiert zum Börsenschluss um 0,4 Prozent höher auf 8227 Punkten. Bei 8240 Punkten erreichte der Leitindex zwischenzeitlich das Tageshoch.

Ob der SMI bald aus der seit Monaten andauernden Seitwärtsbewegung ausbrechen werde, sei ungewiss. "Es gibt sehr viele Unsicherheiten. Dazu zählt vor allem auch der Zustand europäischer Banken, vor allem der italienischen." Am Freitag nach Börsenschluss werden die Ergebnisse eines Bankenstresstests aus der Euro-Zone veröffentlicht.

Die US-Notenbank Fed, deren Offenmarktausschuss sich am Dienstag für eine zweitägige Sitzung trifft, dürfte nichts an den Zinsen ändern. Anleger hoffen auf Signale der Fed über den Zeitpunkt der von einigen noch für dieses Jahr erwarteten Zinserhöhung. Die Zinsentscheidung wird am Mittwochabend veröffentlicht.

Gute Quartalszahlen lassen Vontobel-Aktie steigen

Im Mittelpunkt standen Firmen, die Zwischenberichte vorlegten. Dabei stechen die Aktien der Privatbank Vontobel mit einem Kursplus von 3,4 Prozent heraus. Der Halbjahresgewinn der Privatbank stieg stärker als erwartet um 8 Prozent auf 105,7 Millionen Franken. Der Abgang des Star-Fondsmanagers Rajiv Jain habe im Ergebnis aber Spuren hinterlassen. Es flossen 8,7 Milliarden Franken ab. Mit anderen Produkten strich Vontobel dagegen mehr Gebühren ein. "Zudem gingen die Kosten deutlich zurück", sagt ein Händler.

Die Anteile von EFG International sinken am Tag vor den Halbjahreszahlen um 3,6 Prozent. Die Aktien der Credit Suisse sind um 0,3 Prozent leichter, während die der UBS 0,6 Prozent zulegen. Die beiden Grossbanken wollen am Donnerstag und Freitag über die Geschäftsentwicklung berichten.

Julius Bär wurden um 1,1 Prozent tiefer gehandelt und konsolidieren damit den Kurssprung vom Montag. Der Vermögensverwalter hatte ein besser als erwartetes Ergebnis veröffentlicht.

Die Versicherungswerte erholten sich im Verlauf mehrheitlich. Swiss Re steigen um 0,3 Prozent. Der Rückversicherer wird am Freitag den Zwischenbericht vorlegen.

Durchwegs posite Zahlen von Industrie-Unternehmen

Kursgewinne gibts bei AMS, Autoneum und Sulzer. Die Industriefirmen schlossen Händlern zufolge die erste Jahreshälfte besser als erwartet ab. Die AMS-Aktien schnellen nicht zuletzt dank Deckungskäufen 12,4 Prozent hoch. Die Anteile von Autoneum klettern 2,2 Prozent und die von Sulzer wurden um 4,4 Prozent höher gehandelt.

Die als krisensicher geltenden Index-Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche steigen um rund ein halbes Prozent.

Die Aktienkurse der zyklischen Firmen ABB, Clariant, Geberit, Lafarge-Holcim und Georg Fischer legen klar zu, Adecco büssen 0,4 Prozent ein. Händler sagen, das als enttäuschend taxierte Ergebnis des niederländischen Rivalen Randstad habe den Kurs gedämpft. Richemont fallen um 0,9 Prozent und Swatch ermässigen sich um 1,9 Prozent. J.P. Morgan hat das Kursziel für beide Luxusgüterwerte gesenkt.

Am breiten Markt schiessen die Aktien von Newron 9,1 Prozent hoch. Der Arzneimittelhersteller will in den USA einen neuen Zulassungsantrag für sein Parkinsonmedikament Xadago stellen, nachdem die Arzneimittelbehörde FDA keine neuen Daten, Studien oder Analysen zur Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments fordert.

(Reuters)