Schweizer Börse: SMI turnt um 8200 Punkte herum

Die Schweizer Börse setzt den Vormarsch am Donnerstag fort. Wie bereits am Vortag geben überwiegend positive Unternehmensergebnisse dem Markt Schub.
21.07.2016 10:40
Für einmal auf der Gewinnerseite: Die Swatch-Aktie legt am Donnerstagmorgen deutlich zu.
Für einmal auf der Gewinnerseite: Die Swatch-Aktie legt am Donnerstagmorgen deutlich zu.
Bild: cash

Nach anfänglich deutlich positiven Tendenzen und dem Übersteigen der 8200-Punkte-Marke fällt der SMI bis 10.40 Uhr wieder etwas zurück und steht bei 8199 Punkten praktisch unverändert zum Vortag. Am Mittwoch hatte der Leitindex dank guter Firmenergebnisse 1,1 Prozent gewonnen.

Die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch stehen mit einem Plus von 2,7 Prozent ganz oben in der Gunst der Anleger. Der Weltmarktführer stellt nach dem Gewinneinbruch im ersten Halbjahr eine bessere zweite Jahreshälfte in Aussicht. Auch ABB erhalten vom Zwischenbericht Rückenwind. Das über den Erwartungen liegende operative Ergebnis des Elektrokonzerns lockt Anleger an.

Im Gesundheitssektor klettern Actelion 1,3 Prozent. Der Biotechkonzern schraubte nach einem guten zweiten Quartal seine Gewinnprognose erneut nach oben. Der bereinigte Betriebsgewinn dürfte dieses Jahr unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen zwischen 13 und 14 Prozent zunehmen. Bisher hatte die Prognose auf ein hohes einstelliges Plus gelautet. Die Roche-Titel geben trotz erneutem Umsatz- und Gewinnanstieg des Pharmakonzerns leicht nach. Das Umsatzwachstum dürfte nach Einschätzung der Analysten der Zürcher Kantonalbank im zweiten Halbjahr etwas an Dynamik verlieren, weil die drei Hauptprodukte ihr Plateau erreicht hätten. Etwas tiefere Kurse verbuchen mit Novartis und Nestlé auch die anderen beiden Index-Schwergewichte.

SGS weiter auf Talfahrt

Die grössten Kurseinbussen unter den Bluechips verzeichnen mit minus 1,4 Prozent die SGS-Titel. Der Warenprüfer hatte Anfang Woche mit dem Zwischenbericht nicht vollends überzeugt. Bei den mittelgrossen Firmen sacken Galenica 7 Prozent ab. Die Pharmafirma will für rund 1,53 Milliarden Dollar die amerikanische Relypsa übernehmen. Mit der Transaktion sichern sich die Schweizer eine US-Vertriebsorganisation und die weltweiten Rechte für einen Kaliumbinder zur Behandlung von Hyperkaliämie.

Temenos klettern 5,7 Prozent, nachdem die Softwarefirma den Gewinn in zweiten Quartal auf 20,9 Millionen Dollar verdreifacht und die Markterwartungen damit übertroffen hatte. Temenos erwartet, das Gesamtjahr am oberen Ende der Prognose abzuschliessen.

Bei den Banken legen Credit Suisse 1,2 Prozent zu. Die UBS hinkt mit einem Plus von 0,1 Prozent der Lokalrivalin hinterher. Der Korruptionsskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB hat nun auch die UBS erfasst. Die Finanzaufsichtsbehörde Singapurs (MAS) habe in einem Geldwäschefall bei der Schweizer Grossbank und zwei weiteren Instituten nach vorläufigen Ergebnissen Kontrollmängel festgestellt.

(Reuters)