Schweizer Börse steigt auf Mehrjahreshoch

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch kräftig zugelegt und ist zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Juni 2008 gestiegen. Gefragt waren vor allem zyklische Werte.
13.02.2013 17:35
Wieder einmal auf Rekordhoch: Die Schweizer Börse am Mittwoch.
Wieder einmal auf Rekordhoch: Die Schweizer Börse am Mittwoch.
Bild: sxc

Aber auch die schwergewichteten Aktien aus der Pharma- und Lebensmittelbranche waren gesucht. Die Ankündigung der Regierung, mit schärferen Kapitalanforderungen für Banken den überhitzten Schweizer Wohnungsmarkt abzukühlen, bremste den Kursanstieg kaum. Die Aktien der Banken gaben nur vorübergehend stärker nach. Mit 7498 Punkten erreichte der SMI im Tagesverlauf den höchsten Stand seit Juni 2008.

Zum Handelsschluss notierte der Leitindex noch um 0,7 Prozent höher bei 7482 Punkten. Der breite SPI stieg um 0,8 Prozent auf 6887 Zähler.

Konjunkturhoffnungen liessen die Anleger nach den Aktien von zyklischen Firmen greifen. Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB stiegen am Tag vor der Ergebnisveröffentlichung um 2,5 Prozent. Adecco, Geberit, Sulzer und Fischer zogen mehr als 2 Prozent an.

Gefragte Chemiewerte

Die Aktien von Clariant gewannen 3,7 Prozent. Der Chemiekonzern legt am Donnerstag ebenso wie der Arzneimittelhersteller Actelion, der Versicherer Zurich und der Nahrungsmittelkonzern Nestlé die Bilanz vor.

Gefragt waren auch die beiden Chemiewerte Givaudan und Syngenta sowie Luxusgüterwert Richemont mit Aufschlägen von bis zu 2 Prozent. Die Prognoseanhebung von John Deere verhalf den Aktien des Landmaschinen- und Kommunalfahrzeugbauers Bucher zu einem Plus von 1,5 Prozent.

Kapitalpuffer sorgt nur kurz für Unruhe

Gewinnmitnahmen und das schlechter als erwartete Ergebnis der französischen Grossbank SocGen bremsten die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS. UBS gaben 0,8 Prozent nach und CS waren praktisch unverändert. Die Aktivierung des antizyklischen Kapitalpuffers sorgte nur kurz für Druck. "Der Entscheid den Kapitalpuffer einzuführen, hat die Leute schon etwas aufgeschreckt", sagte ein Händler. Der Staub habe sich aber rasch wieder gelegt. Ab Ende September müssen die Institute für Wohnbauhypotheken 1 Prozent mehr Eigenmittel als normalerweise halten. Insgesamt müssten die Banken drei Milliarden Franken zusätzliches Kapital aufbringen, schätzt der Bundesrat.

Die Titel der St. Galler Kantonalbank stiegen um 2,5 Prozent. Die Bank hat den Gewinn 2012 um 11,5 Prozent auf 151,4 Millionen Franken gesteigert und will unverändert 15 Franken Dividende je Aktie zahlen. Für 2013 stellt das Institut einen Gewinn im Rahmen des Vorjahres in Aussicht.

Als Marktstützen erwiesen sich die Anteile der als krisensicher eingestuften Schwergewichte Novartis und Roche. Sie gewannen 0,3 beziehungsweise 1 Prozent. Die Actelion-Aktien zogen 1,9 Prozent an. Bei Nestlé sorgte die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis für ein neues Rekordhoch.

(Reuters)