Schweizer Börse tritt auf der Stelle

Der SMI startet am Dienstag mit leichten Abschlägen in den Handel.
21.06.2016 10:32
Keine klaren Bewegungen: Die Ampel bei der Schweizer Börse SIX in Zürich zeigt orange.
Keine klaren Bewegungen: Die Ampel bei der Schweizer Börse SIX in Zürich zeigt orange.
Bild: cash

Die Schweizer Börse hat am Dienstag nach einem leichteren Start die Verluste rasch aufgeholt und sich wenig verändert präsentiert. Der Markt sei dabei, die kräftigen Vortagesgewinne zu verdauen, sagten Händler. Vor der Abstimmung Grossbritanniens über einen Verbleib in der Europäischen Union am Donnerstag schalteten die Anleger einen Gang zurück. "Die Marktteilnehmer schlagen einen vorsichtigen Kurs ein." "Es war etwas gar viel auf einmal", sagte ein anderer Händler.

Der SMI notierte mit 7892 Punkten um 0,1 Prozent niedriger. Am Montag war der Leitindex wegen schwindender Brexit-Sorgen um 2,4 Prozent gestiegen.

Am Nachmittag könnte die halbjährliche Anhörung von US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem US-Kongress für Impulse sorgen. Von ihr erhoffen sie sich Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der geplanten Zinserhöhungen sowie Aussagen zu Notfall-Massnahmen, sollte ein Votum für den Brexit Kursturbulenzen an den Börsen auslösen.

Die Kursausschläge hielten sich bei den Standardwerten meist unter einem Prozent. Die Aktien von Swatch und Richemont verloren 1,1 und 0,6 Prozent. Der neuerliche Rückgang der Uhrenexporte im Mai belastete die zwei Luxusgüterhersteller, hiess es. Im Mai gingen die Uhrenausfuhren nominal um 9,7 Prozent zurück. Real betrug das Minus 9,8 Prozent.

Der Trend bleibt negativ

Der Trend bleibe klar negativ. "Schwach, aber im Rahmen der Erwartungen", hiess es in einem Händlerkommentar.

Dagegen setzten die Bankaktien den Erholungstrend fort. Credit Suisse stiegen um 0,6 Prozent und UBS gewannen 0,3 Prozent.

Die Assekuranzwerte zeigten bei insgesamt geringen Kursausschlägen keinen klaren Trend.

Etwas fester tendierten die Anteile der als krisenresistent geltenden Schwergewichte. Novartis stiegen um 0,2 Prozent, Rivale Roche wurde um 0,1 Prozent höher bewertet und Nestle rückten um 0,4 Prozent vor.

Die Papiere von Syngenta ermässigten sich erneut. Händler befürchteten, dass die US-Regierung die Übernahme des Schweizer Agrochemiekonzerns blockieren könnte. Ein Syngenta-Sprecher bekräftigte frühere Angaben, wonach der Deal bis Ende Jahr abgeschlossen werden dürfte.

Am breiten Markt stachen die Anteile von Huber + Suhner mit einem Kursplus von 4,5 Prozent heraus. Der Kabelhersteller hat die Umsatz- und Gewinnprognose für das erste Halbjahr erhöht. Die Firma rechnet mit einem markant höheren Konzerngewinn.

Bobst rückten um 3,5 Prozent vor. Der Kartonverpackungsmaschinen-Hersteller habe auf der Fachmesse Drupa in Düsseldorf zahlreiche Verkaufsabschlüsse an Land ziehen können, erklärte die Firma.

Die Aktien von Gottex Fund Management brachen um 13 Prozent ein. Der Asset Manager will bis zu 100 Millionen neue Aktien ausgeben.

(Reuters)