Schweizer Börse weiter im Aufwind

Die Schweizer Börse setzt am Montag angeführt von den Aktien der Banken den Aufwärtstrend der Vorwoche fort. Der Markt habe die jüngsten Gewinne am Schluss der Vorwoche erfolgreich konsolidiert, sagen Händler.
14.11.2016 11:00
Schub für die Schweizer Börse zum Wochenbeginn.
Schub für die Schweizer Börse zum Wochenbeginn.
Bild: cash

Dank des Rückenwinds positiver Vorgaben aus den USA und aus Japan seien die Anleger wieder mutiger geworden und griffen bei den Beteiligungspapieren zu. Der SMI notiert um 11 Uhr mit 7934 Punkten um 0,7 Prozent fester. Am Freitag hatte der Leitindex zwar um 0,6 Prozent nachgegeben, im Wochenvergleich aber dank der Hoffnung auf einen Wirtschaftsboom unter dem designierten US-Präsidenten Donald Trump 3,8 Prozent gewonnen.

Impulse für die weitere Entwicklung erhoffen sich die Marktteilnehmer unter anderem von den Auftritten zweier US-Notenbanker am Abend (MESZ). Davon könnten Hinweise auf das Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen gewonnen werden.

Ein erfolgreiches Börsendebut verzeichnen die Aktien von KTM. Der Titel des österreichischen Motorradherstellers startet an der Börse mit 4,90 Franken, um 4,3 Prozent über dem Schlusskurs vom Freitag an der Börse Wien. Zuletzt notierten sie um rund 12 Prozent höher auf 5,49 Franken. Zürich soll der Haupthandelsplatz für die Titel sein.

Bankaktien weiter im Lift nach oben

Die Anteile der Banken bauten ihre Gewinne aus der Vorwoche aus. Credit Suisse legen 3,4 Prozent zu auf 14,30 Franken. Merrill Lynch hat das Rating für die Grossbank auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft. Das Kursziel beträgt 16 Franken. Die Anteile von UBS legen 3,5 Prozent zu und Julius Bär rücken um 3,7 Prozent vor. Die Privatbank legt am Donnerstag den Zwischenbericht vor.

Die Aktien der Versicherer tendieren ebenfalls fester, hinkten den Bankaktien aber hinterher.

Die zwei schwergewichtigen Pharmawerte legen ein knappes halbes Prozent zu. Novartis hat positive Nachrichten über Medikamente gegen Leukämie und eine seltene Hautkrankheit veröffentlicht. Die Papiere von Nestlé sind gehalten.

Die Papiere von Sonova steigen um 2,6 Prozent. Finanzierungskosten für die Übernahme der Handelsfirma Audionova haben dem Hörgerätehersteller im ersten Halbjahr 2016/17 einen Gewinnrückgang eingebrockt. Unter dem Strich verdiente der Weltmarktführer 152,1 Millionen Franken, 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr. "Leicht unter den Erwartungen, dafür eine leicht höhere Prognose", sagt ein Händler.

Zykliker profitieren vom Trump-Effekt

Gesucht waren auch zyklische Werte. "Die Anleger wetten auf Anteile von Firmen, die vom Trump-Effekt profitieren könnten", sagt ein Händler. ABB steigen um 1,2 und Lafarge-Holcim um 2,8 Prozent.

Um 0,3 Prozent schwächer sind Syngenta. Die Anleger brauchen starke Nerven im Zusammenhang mit der Übernahme durch Chem China. Im Reich der Mitte regt sich laut einem Bericht der "SonntagsZeitung" Widerstand gegen den 43 Milliarden Dollar schweren Deal. Eine staatliche Kommission soll das Vorhaben prüfen, heisst es.

Die Aktien von SGS verlieren 1 Prozent auf 1938 Franken. Jefferies hat den Titel des Prüfkonzerns auf "Underperform" von "Hold" zurückgestuft und das Kursziel auf 1650 Franken gesenkt.

Am breiten Markt fallen die Anteile von Meyer Burger mit einem Gewinn von 1,4 Prozent auf. Die Titel des Solarzulieferers hatten in der Vorwoche nach der Ankündigung umfangreicher Kapitalpläne massiv an Wert verloren.

(Reuters/cash)